FAZ 25.09.2026
10:57 Uhr

Flughafen Frankfurt: Störung bei Ein- und Ausreise führt zu Wartezeiten


Bedingt durch technische Störungen kommt es an den Grenzkontrollstellen der Bundespolizei zu Einschränkungen bei der Ein- und Ausreise am Flughafen Frankfurt. Passagiere sollen mehr Zeit einplanen.

Flughafen Frankfurt: Störung bei Ein- und Ausreise führt zu Wartezeiten

An den Grenzkontrollen am Frankfurter Flughafen kommt es bedingt durch technische Störungen zu längeren Wartezeiten. Wie der Flughafenbetreiber Fraport mitteilt, sollen Passagiere aus Nicht-EU-Staaten, die von dem im Frühjahr eingeführten europäischen Grenzkontrollsystem EES betroffen sind, für ihren Aufenthalt mehr Zeit einplanen und sich regelmäßig über den aktuellen Stand informieren. Nach Angaben der Bundespolizei hat das „technische Problem“ Einfluss auf die Kontrollen, die zu Staus in der Abfertigung der Passagiere führen. „Wir hoffen, dass es schnell besser wird“, sagte ein Sprecher. Was genau das Problem ist und bis wann die Störung behoben sein wird, konnten weder die Fraport-Sprecherin noch der Sprecher der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen sagen. Erfassung biometrischer Daten kostet Zeit Man bemühe sich um Verbesserungen, die konkrete Behebung des technischen Problems liege aber außerhalb der Kompetenz der Bundespolizei, hieß es von dem Beamten am Flughafen. Laut seinen Angaben dürfte die Störung nicht nur den Frankfurter Flughafen betreffen, weil das Problem im EU-weit eingeführten Grenzkontrollsystem aufgetreten sei. Das Kürzel EES steht für Entry-Exit-System. Es ist seit April dieses Jahres flächendeckend an allen Schengen-Außengrenzen und damit auch an den Ein- und Ausreisekontrollen der Flughäfen in Betrieb. Auch ohne technische Störung wird das System in der Branche kritisiert, weil es auch dann, wenn es funktioniert, zu langen Wartezeiten führt. Bei der Erstregistrierung eines Passagiers im EES-System müssen auch biometrische Daten, also das Gesicht und der Fingerabdruck, gescannt werden, was mehr Zeit in Anspruch nimmt als der klassische Stempel im Reisepass. „Ziel des Systems ist die automatisierte Erfassung und Speicherung von Ein- und Ausreisedaten sowie biometrischer Daten (Fingerabdrücke und Gesichtsbild) von Drittstaatsangehörigen, die für einen Kurzaufenthalt in den Schengenraum einreisen oder diesen verlassen“, wie die Bundespolizei im Sommer mitteilte. Das System sei grundsätzlich sinnvoll, weil es dazu beitrage, „unerlaubte Aufenthalte wirksamer zu erkennen, Mehrfachidentitäten zu verhindern und sicherheitsrelevante Informationen schneller verfügbar zu machen“, hieß es damals weiter.