Das Internationale Olympische Komitee hebt die Sanktionen gegen Sportlerinnen und Sportler aus Belarus auf. Die Athleten aus dem Land dürfen künftig wieder unter eigener Flagge und mit eigener Hymne an allen internationalen Events teilnehmen, auch an Mannschaftswettbewerben, wie die IOC-Spitze nach Beratungen in Lausanne entschied. Die Beschränkungen gegen Russland bleiben dagegen in Kraft. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine vor mehr als vier Jahren hatte das IOC sowohl Russlands Sportler wie auch die belarussischen Athleten mit Sanktionen belegt. Belarus unterstützt Russland im Krieg gegen die Ukraine. An den Olympischen Spielen in Paris 2024 und den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo in diesem Jahr durften nur Einzelsportler beider Nationen als neutrale Athleten teilnehmen. Russlands NOK weiter suspendiert Von dieser Linie rückt das IOC nun zumindest für Belarus ab, weil nach Meinung der Dachorganisation der Start von Athleten bei internationalen Wettkämpfen „nicht durch das Handeln ihrer Regierungen eingeschränkt werden sollte, einschließlich der Beteiligung an einem Krieg oder Konflikt“. Zudem wollte das IOC rechtzeitig zu Beginn der Qualifikationswettbewerbe für die Sommerspiele 2028 in Los Angeles seine Haltung klären. Damit dürfte unter anderem auch Tennisstar Aryna Sabalenka auf der WTA-Tour wieder unter belarussischer Flagge spielen. Die anhaltenden Sanktionen gegen Russland begründete das IOC damit, dass das Nationale Olympische Komitee des Landes weiterhin wegen Verstößen gegen die Olympische Charta suspendiert sei. Zudem nehme das IOC „mit großer Besorgnis“ die jüngsten Informationen zur Kenntnis, die dazu geführt haben, dass die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) das russische Anti-Doping-System untersucht“. Daher wolle sich das IOC zunächst noch ein besseres Bild von der aktuellen Situation machen. Coventry erteilt Cyclocross und Crosslauf Absage für 2030 Darüber hinaus verkündete Kirsty Coventry, dass sich am Programm der Winterspiele 2030 in den französischen Alpen nichts Grundlegendes ändere. Es würden keine „Sommer- oder Crossover-Sportarten“ ins Programm aufgenommen. Noch auf der IOC-Session in Mailand im Februar hatte der Präsident des Internationalen Radsport-Verbands UCI, der Franzose David Lappartient, sehr optimistisch hinsichtlich der Aufnahme von Cyclocross ins Programm der Spiele 2030 geklungen. Mit der Entscheidung ist bereits vor der nächsten IOC-Vollversammlung im Juni in Lausanne, bei der es wesentlich um das künftige Olympiaprogramm gehen soll, eine wesentliche Entscheidung für die nähere Zukunft getroffen. Neben Lappartient und der UCI hatte sich World Athletics unter Präsident Sebastian Coe Hoffnung auf eine Aufnahme des Crosslaufs ins Programm der Winterspiele gemacht. Olympische Jugendspiele „pausieren“ nach 2028 Zudem verkündete IOC-Präsidentin Kirsty Coventry auf einer Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag, dass es nach den Winterjugendspielen 2028 in den italienischen Alpen auf absehbare Zeit keine weiteren Olympischen Jugendspiele geben wird. Die Veranstaltung werde „pausiert“, bis das IOC ein tragfähiges Jugendkonzept entwickelt habe, sagte Coventry. Die ersten Jugendspiele, deren Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen 14 und 18 Jahre alt sind, fanden 2010 in Singapur statt, die erste Winterausgabe 2012 in Innsbruck.
