FAZ 14.09.2026
10:45 Uhr

Eingangstür zerstört: Wieder Explosion an Wohnhaus in Frankfurt


Nach zwei Brandsätzen, die am Wochenende an einem Café und einem Kiosk in Frankfurt und Offenbach gezündet worden sind, gibt es am Montagmorgen eine weitere Tat. Diesmal ist ein Wohnhaus in Frankfurt betroffen.

Eingangstür zerstört: Wieder Explosion an Wohnhaus in Frankfurt

Abermals hat es in Frankfurt eine Explosion gegeben. Am frühen Montagmorgen wurde dabei laut Polizei die Eingangsglastür eines Mehrfamilienhauses im Stadtteil Bockenheim zerstört. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Motiv und Hintergründe waren zunächst unklar. „Es wird in alle Richtungen ermittelt“, sagte ein Polizeisprecher. Anwohner hätten einen lauten Knall gemeldet. Die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass die Tat im Zusammenhang mit dem Phänomen „Violence as a Service“ stehen. Das heißt, die Täter werden von Akteuren der Organisierten Kriminalität angeheuert und bezahlt, um schwere Straftaten wie etwa das Zünden von Brandsätzen zu begehen. Es werde nun geprüft, ob die Explosionen in Frankfurt und Offenbach miteinander in Zusammenhang stehen, heißt es von Seiten der Polizei. Bei der Explosion vom Wochenende war in Frankfurt ein Kiosk stark beschädigt worden. Kurz darauf nahm die Polizei einen Tatverdächtigen fest. Nach Informationen der F.A.Z. soll es sich um einen 15 Jahre alten Jugendlichen handeln. Der Verdächtige soll im Tagesverlauf einem Haftrichter vorgeführt werden. Verletzte gab es nach derzeitigen Erkenntnissen bei allen drei Explosionen nicht. Bei der Explosion in Offenbach waren die Schaufensterscheiben einer Bar und eines gegenüberliegenden Cafés zu Bruch gegangen. Die Sicherheitsbehörden beobachten das Phänomen „Violence as a Service“ schon seit Längerem. Immer wieder kommt es zu ähnlichen Vorfällen im Rhein-Main-Gebiet, in Offenbach waren unter anderem bisher eine Shishabar und ein Restaurant betroffen. Insgesamt werden dem Phänomen „Violence as a Service“ allein im Rhein-Main-Gebiet inzwischen etwa ein Dutzend Taten zugeordnet. Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zur Tat oder zu möglichen Tätern geben können, sich telefonisch beim zuständigen Kommissariat unter der Rufnummer 069 755 51599 zu melden.