FAZ 21.03.2026
11:52 Uhr

Durchbruch in WNBA: Für Basketballspielerinnen sind jetzt auch Millionengehälter möglich


Die Spielerinnen und die US-Profiliga WNBA haben sich nach einem monatelangen Streit auf einen „bahnbrechenden“ Tarifvertrag geeinigt. Nun kommen die Details ans Licht – etwa zur Gehaltsobergrenze.

Durchbruch in WNBA: Für Basketballspielerinnen sind jetzt auch Millionengehälter möglich

Drei Tage nach Bekanntgabe der mündlichen Einigung im Tarifstreit der WNBA haben die Liga und die Spielerinnengewerkschaft WNBPA die Details des Deals offengelegt. Einer gemeinsamen Erklärung zufolge verständigten sich beide Parteien auf einen „bahnbrechenden“ Siebenjahresvertrag, der mit der planmäßig am 8. Mai beginnenden Saison der nordamerikanischen Basketball-Profiliga der Frauen in Kraft treten soll. Die vorläufige Vereinbarung, die noch formell von den Spielerinnen ratifiziert werden muss, beinhalte unter anderem eine Anhebung der Gehaltsobergrenze für die Teams zunächst von 1,5 Millionen Dollar auf 7 Millionen Dollar (derzeit etwa 6 Millionen Euro). Anschließend werde die Grenze jährlich entsprechend dem Umsatzwachstum der Liga und der Teams angepasst. Ein „Meilenstein in der Geschichte der WNBA“ Den Top-Spielerinnen der Liga bietet sich damit die Möglichkeit, die ersten Millionenverträge in der Geschichte der WNBA abzuschließen. Das Maximalgehalt pro Spielerin beträgt zunächst 1,4 Millionen Dollar (derzeit etwa 1,2 Millionen Euro). „Der Tarifvertrag für 2026 führt das erste umfassende Modell zur Umsatzbeteiligung in der Geschichte des professionellen Frauensports ein“, heißt es in der Erklärung. Er biete „den Spielerinnen unbegrenzte Verdienstmöglichkeiten, da die Einnahmen der Liga und der Teams weiter steigen“. WNBA-Commissioner Cathy Engelbert bezeichnete den Vertrag, der den monatelang andauernden Tarifstreit beendet, als „Meilenstein in der 30-jährigen Geschichte der WNBA und des gesamten professionellen Frauensports“. Insbesondere Engelbert war wegen ihrer Führung in den vergangenen Monaten gerade bei erfahrenen Spielerinnen in die Kritik geraten. Napheesa Collier, Top-Spielerin der Minnesota Lynx, hatte ihr etwa „Fahrlässigkeit“ vorgeworfen. Bei der Bekanntgabe der mündlichen Einigung am Mittwoch in der Lobby eines Hotels in Midtown Manhattan hatten sich die anwesenden Vertreterinnen der WNBPA aber zufrieden gezeigt. Der Deal werde „dazu beitragen, ein System aufzubauen, in dem jede genau das bekommt, was sie verdient – und noch mehr – sowohl auf dem Spielfeld als auch abseits davon“, hatte Vizepräsidentin Breanna Stewart erklärt, die an der Seite der deutschen Nationalspielerinnen Nyara Sabally und Leonie Fiebich 2024 mit New York Liberty die Meisterschaft gewonnen hatte.