FAZ 07.08.2026
11:18 Uhr

Business-Ticker: VW-Eigentümerholding macht zwei Milliarden Euro Verlust


Generali legt in Deutschland kräftig zu +++ Gewinn von Daimler Truck bricht um 48 Prozent ein +++ Munich Re kappt Umsatzprognose +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Business-Ticker: VW-Eigentümerholding macht zwei Milliarden Euro Verlust

Generali legt in Deutschland kräftig zu Die Nachfrage nach traditionellen Sparprodukten mit Einmaleinzahlung haben dem Versicherer Generali in Deutschland einen erheblichen Umsatzschub eingebracht. Wie das italienische Unternehmen im Zuge seines jüngsten Quartalsberichts erläuterte, sind Angebote wie „Tagesgeld Plus“ des Generali-Direktversicherers CosmosLife gut angekommen, zumal das höhere Zinsumfeld die Anleger überzeuge. Vor diesem Hintergrund sind die Generali-Versicherungsprämien mit klassischen Lebensversicherungen in Deutschland im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahr um fast 60 Prozent gestiegen. Klassische Renten- oder Kapitalversicherungen gegen Einmalbeitrag gelten als Alternative zu Festgeld oder Sparbüchern.

Munich Re kappt Umsatzprognose im Kerngeschäft Die Munich Re muss dem Preisverfall im Schaden-Rückversicherungsgeschäft Tribut zollen. Wie der Rückversicherer am Freitag mitteilte, wird die Umsatzprognose im Kerngeschäft um zwei Milliarden auf 38 Milliarden Euro gekürzt. Demnach erwartet der Versicherungskonzern in diesem Jahr einen Konzernumsatz von 62 Milliarden Euro nach bislang 64 Milliarden Euro. Trotzdem hält der Vorstandsvorsitzende Christoph Jurecka an der Prognose eines Rekordergebnisses fest: „Mit einem exzellenten Halbjahresergebnis von 3,9 Milliarden Euro ist Munich Re auf sehr gutem Weg, das Jahresziel von 6,3 Milliarden Euro zu erreichen.“Dank der starken Bilanz, höherer Investmenterträge und steigender Ergebnisbeiträge der weniger volatilen Geschäftssegmente, also des Erstversicherers Ergo, der Spezialversicherung und der Leben-Rückversicherung, könne die Munich Re den Marktzyklus in der Schaden-Rückversicherung aus einer Position der Stärke steuern. „Auf Geschäft, für das wir keine risikoadäquaten Preise erhalten, verzichten wir bewusst“, betonte Jurecka.

Robuste Industrieproduktion, Export steigtTrotz der Verwerfungen durch die kriegerischen Spannungen am Persischen Golf und die hohen Energiepreise hat die deutsche Wirtschaft sich im zweiten Quartal als stabil erwiesen. Die Produktion im produzierenden Gewerbe stieg inflations-, saison- und kalenderbereinigt im Zeitraum von April bis Juni um 0,7 Prozent gegenüber den drei Monaten zuvor. Die konjunkturelle Dynamik am Ende des Quartals war indes schwach. Im Juni stieg die Produktion um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit.„Die Industrieproduktion bewegt sich auf niedrigen Niveau unter Schwankungen seitwärts”, kommentierte Marco Wagner von der Commerzbank. Wegen des Niedrigwassers im Rhein dürfte sich daran im Sommer nichts ändern. Carsten Brzeski, der Chefvolkswirt von ING, sieht in den Zahlen eine Bestätigung, dass die moderate zyklische Erholung andauere. Diese dürfe aber nicht über die strukturellen Probleme der deutschen Industrie hinwegtäuschen. Auch nach den jüngsten Verbesserungen liege die Industrieproduktion immer noch rund zehn Prozent niedriger als vor der Pandemie.Im Juni stagnierte die Industrieproduktion im engeren Sinne und lag um 0,8 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Die Bauproduktion legte im Juni um 0,1 Prozent zu. Energieerzeuger produzierten 1,9 Prozent mehr.Für Juni meldeten die Statistiker zugleich eine steigende Ausfuhr. Diese stieg in der nomimalen, nicht-preisbereinigten Rechnung um 0,9 Prozent gegegenüber dem Vormonat oder um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Einfuhr stieg im Juni um 4,4 Prozent gegenüber Mai.

Brenntag hebt Gewinnprognose für 2026 abermals anDer Chemikalienhändler Brenntag hebt ​seine Ergebnisprognose für 2026 zum zweiten ⁠Mal innerhalb weniger Wochen an. Weil das dritte Quartal anhaltend positiv laufe, werde ‌das operative Ergebnis (Ebitda) nun zwischen 1,35 und 1,45 Milliarden Euro erwartet, teilte das Dax-Unternehmen ‌am ‌Freitag mit. Erst Ende Juni hatte Brenntag seine Erwartungen für das Ebitda auf 1,25 ​bis 1,40 Milliarden Euro ⁠erhöht.Brenntag profitiert derzeit von einer robusten Nachfrage und gestiegenen Preisen ​im Zusammenhang mit dem Krieg im ⁠Iran und der ‌Blockade der Straße von Hormus. Im zweiten Quartal hatte das operative Ebitda ⁠mit 450 Millionen ⁠Euro deutlich über den Erwartungen der Analysten ⁠gelegen, ​nachdem ⁠es im ersten Jahresviertel ​noch einen Rückgang verzeichnet hatte. 

Lanxess setzt Sparkurs im schwierigen Marktumfeld fortDer Spezialchemiekonzern Lanxess hat im zweiten Quartal auch von Schwierigkeiten der asiatischen Konkurrenz durch den Iran-Krieg profitiert. Dieser erschwerte die Öl- und Gasversorgung in Teilen Asiens. Insgesamt bleibt das Umfeld aber schwierig; das Unternehmen setzt weiter auf Einsparungen und bestätigte das Jahresgewinnziel.Dabei betonte Lanxess-Chef Matthias Zachert laut Mitteilung vom Freitag, dass allerdings „kein nachhaltiger Aufschwung der Nachfrage in unseren Kernmärkten in Sicht“ sei und die Marktbedingungen anspruchsvoll blieben. „Bis Ende des Jahres gibt es voraussichtlich keine weiteren konjunkturellen Impulse. Dafür erwarten wir aber aus unseren Kostensenkungsprogrammen höhere Beiträge als im ersten Halbjahr.“Im zweiten Quartal steigerte der im MDax notierte Konzern den Umsatz im Jahresvergleich um 6,5 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) liegt mit 152 Millionen Euro gut 1 Prozent höher. 2026 peilt Zachert hier weiterhin zwischen 450 und 550 Millionen Euro an. Unter dem Strich fiel im zweiten Quartal ein Verlust von 53 Millionen Euro an, nach einem Minus von 45 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Gründe für die roten Zahlen sind Wertberichtigungen und Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen. 

Airbnb übertrifft Erwartungen und profitiert von der Fußball-WMDer US-Zimmervermittler Airbnb hat im abgelaufenen ​Quartal dank einer starken weltweiten Reisenachfrage und der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika mehr umgesetzt ⁠und verdient als erwartet. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal von 3,1 Milliarden auf 3,61 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Gewinn pro Aktie ‌kletterte auf 1,37 Dollar nach 1,03 Dollar vor Jahresfrist. Analysten hatten LSEG-Daten zufolge im Schnitt lediglich mit Erlösen von 3,57 Milliarden Dollar und einem Gewinn ‌von 1,25 Dollar je Anteilsschein ‌gerechnet. Die Airbnb-Aktie legte im nachbörslichen Handel um 11,6 Prozent zu.Das Unternehmen profitierte nach eigenen Angaben stark von Neukunden während der in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragenen Fußball-WM. ​Die Buchungen in Nordamerika, das ⁠im Jahr 2025 mehr als 40 Prozent des Umsatzes ausmachte, stiegen im hohen einstelligen Prozentbereich und verzeichneten damit ​das stärkste Wachstum seit fast drei Jahren. Weltweit kletterte die Zahl der gebuchten Übernachtungen und Erlebnisse ⁠um zehn ‌Prozent auf 148,3 Millionen.Für das Gesamtjahr 2026 hob Airbnb seine Prognose an und rechnet nun mit einem Umsatzwachstum, das „mindestens im mittleren Zehnerbereich“ liegt. Das Unternehmen hatte ein Plus im ⁠niedrigen bis ⁠mittleren Zehnerbereich prognostiziert. Das starke Geschäft rund um die WM sowie Zuwächse in Märkten ⁠wie Brasilien und ​Indien ⁠halfen dem Konzern, Belastungen durch den Iran-Krieg ​teilweise auszugleichen. Dieser hatte internationale Fernreisen durch Flugumleitungen und ‌höhere Kerosinkosten beeinträchtigt. Inzwischen sei jedoch eine stetige Erholung der Nachfrage im Nahen Osten ​zu beobachten, erklärte Airbnb. 

Gewinn von Daimler Truck bricht um 48 Prozent einDer Gewinn beim Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck ist im zweiten Quartal dieses Jahres um 48 Prozent eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sei das Konzernergebnis von 245 Millionen Euro auf 128 Millionen Euro gesunken, teilte der Dax-Konzern aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart mit. Unter anderem belasteten Zölle die Profitabilität auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt. Vorläufige Zahlen zum Tagesgeschäft hatte das Unternehmen bereits vor gut zwei Wochen vorgelegt.Weil es nach der Anerkennung von US-Wertschöpfungsanteilen durch die Behörden im zweiten Halbjahr auch insgesamt wieder besser laufen soll, hatte Daimler Truck damals auch die Konzernprognose erhöht. Diese bestätigte Chefin Karin Radström. Die positive Dynamik des zweiten Quartals sollte im dritten Jahresviertel noch deutlich zunehmen, hieß es in der Mitteilung vom Freitag. Der Auftragseingang legte in den drei Monaten bis Ende Juni gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum um 27 Prozent auf 74.448 Fahrzeuge zu.Der Umsatz im Industriegeschäft – also ohne Finanzdienstleistungen gerechnet – war wie bereits bekannt im zweiten Quartal um 6 Prozent gestiegen, doch die um Sondereffekte bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Zinsen in dem Bereich ging um 2,4 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent zurück. 

Behörden vereiteln offenbar Attentat auf Chef eines deutschen DrohnenherstellersStefan Thumann, der Chef des deutschen Rüstungsunternehmens Donaustahl, soll ins Visier des russischen Geheimdienstes geraten sein. Ein womöglich geplantes Attentat sei von deutschen Sicherheitsbehörden verhindert worden, berichtet die Wochenzeitung „Zeit“. Auch im Kanzleramt soll der Fall regelmäßig besprochen worden sein. Das Start-up produziert Kamikazedrohnen für die Ukraine.Es dürfte nicht das erste Mal gewesen sein, dass Sicherheitsbehörden ein Attentat auf den Chef eines deutschen Rüstungsunternehmens vereitelten. US-amerikanische Geheimdienste hatten 2024 aufgedeckt, dass Russland die Ermordung von Armin Papperger, den Vorstandsvorsitzenden des deutschen Rüstungsunternehmens Rheinmetall geplant hatten. Deutsche Geheimdienste schützten Papperger. Rheinmetall hatte der F.A.Z. damals mitgeteilt, sich regelmäßig mit deutschen Sicherheitsbehörden abzustimmen.Unklar sei laut der „Zeit“ indes, ob die Ermordung des Donaustahl-Chefs bereits geplant war oder Vorbereitungen liefen. Thumanns Haus wurde offenbar von einem russischen Agenten ausspioniert. Der Hinweis kam wie bei Papperger über einen ausländischen Nachrichtendienst. 

Vergleich mit US-Regierung: RWE zieht sich aus US-Windkraftprojekten zurückDer deutsche Energiekonzern RWE zieht sich wegen des Widerstands der US-Regierung aus allen Windkraftprojekten vor den Küsten der Vereinigten Staaten zurück. Die US-Offshore-Tochter des deutschen Unternehmens schloss dazu einen Vergleich mit dem US-Innenministerium. RWE erhält von der US-Regierung 1,22 Milliarden Dollar und gibt im Gegenzug alle Ansprüche gegenüber den Vereinigten Staaten auf. Zudem werden die Offshore-Wind-Pachten vor den Küsten von New York, Kalifornien und Louisiana zurückgegeben. RWE hatte diese 2022 erworben. Damals war noch der Demokrat Joe Biden US-Präsident. Dieser hatte den Ausbau von Windkraft gefördert. Sein Nachfolger Donald Trump hält nichts von Windenergie. Deshalb hielten die Regierung und Behörden diverse Windkraftprojekte mit politischen und rechtlichen Auflagen auf. RWE klagte dagegen.RWE baut in den USA Gaskraftwerke, erneuerbare Energien und Batteriespeicher und will dafür bis 2031 rund 17 Milliarden Euro vor Ort investieren. Anleger reagierten erfreut auf den Vergleich. Die RWE-Aktie baute am Nachmittag ihren Gewinn aus. 

Henkel steigert ErgebnisDer Konsumgüterkonzern Henkel hat im ersten Halbjahr in einem weiter schwierigen Umfeld das Ergebnis gesteigert. Dabei trugen beide Unternehmensbereiche bei. Für das laufende Jahr zeigt sich das Management nun zuversichtlicher. So soll der Umsatz 2026 ohne Währungs- und Portfolioeffekte nun um 1,5 bis 3,5 Prozent zulegen und damit an beiden Enden 0,5 Prozentpunkte mehr als bisher geplant, wie das Dax-Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die bereinigte operative Marge (Ebit-Marge) soll unverändert 14,5 bis 16 Prozent erreichen.Im ersten Halbjahr sank der Umsatz zwar leicht um 0,5 Prozent auf rund 10,35 Milliarden Euro. Aus eigener Kraft wuchs er aber um 3,2 Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag mit 1,62 Milliarden Euro leicht über dem Vorjahreswert. Branchenexperten hatten insgesamt im Durchschnitt etwas weniger auf dem Zettel. Die entsprechende Rendite verbesserte sich ebenfalls leicht um 0,2 Prozentpunkte auf 15,7 Prozent.

Telekom steigert Umsatz und GewinnUnter anderem dank der Fußball-Weltmeisterschaft hat ​die Deutsche Telekom ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Die Sparte MagentaTV ⁠habe rund eine Million neue Kunden gewonnen, teilte der Bonner Konzern am Donnerstag mit. „Unsere Geschäfte laufen weiter rund“, sagte Konzernchef ‌Tim Höttges. Das Unternehmen steigerte den Umsatz um 4,4 Prozent auf 29,93 Milliarden Euro und den bereinigten operativen Gewinn ‌um 7,5 ‌Prozent auf 11,82 Milliarden Euro. Der Free Cashflow, der als Gradmesser für die Dividendenhöhe gilt, legte um 3,1 Prozent auf 5,03 ​Milliarden Euro zu. Diese Kennzahlen ⁠lagen im Rahmen der Markterwartungen.Die Telekom hob darüber hinaus das Gesamtjahresziel ​für den Mittelzufluss auf rund 20 Milliarden von mehr als 19,8 Milliarden ⁠Euro an. Sie ‌folgt damit dem Vorbild der US-Tochter T-Mobile, die ihre Jahresziele für den Mittelzufluss dank der Popularität hochpreisiger Tarife ⁠ebenfalls angehoben hatte. Zudem ⁠gab die Telekom eine Ausweitung ihrer Aktienrückkäufe bekannt. Das Volumen ⁠des ​laufenden Programms werde ⁠um bis zu drei ​Milliarden auf insgesamt bis zu fünf Milliarden ‌Euro aufgestockt. 

Mehr Großaufträge für die IndustrieDie deutschen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes haben im Juni deutlich mehr Aufträge erhalten als zuvor.  Die Aufträge stiegen im Vergleich zum Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 3,1 Prozent. Ausschlaggebend für den Auftragsschub waren nach den Angaben des Statistischen Bundesamts viele Großaufträge. Ohne diese gerechnet ging der Auftragseingang  im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent zurück. Das positive Bild trübt auch, dass die Statistiker den zuvor gemeldeten deutlichen Anstieg der Aufträge im Mai von 1,9 Prozent auf magere 0,3 Prozent herabsetzten. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich stagnierte damit der Auftragseingang ohne Großaufträge gerechnet. Das deutet auf eine unverändert schwache Konjunktur im privaten verarbeitenden Gewerbe hin. Manche Volkswirte notierten demgegenüber als positiv, dass die Inlandsaufträge im Juni um 7,8 Prozent zulegten.

Siemens meldet ein RekordquartalDer Technologiekonzern Siemens hat in den zurückliegenden drei Monaten im Neugeschäft und operativen Ergebnis Rekordwerte erzielt. Er profitiert von einer hohen Nachfrage im Zusammenhang mit dem massiven Ausbau von KI-Rechenzentren sowie in der Sparte Digital Industrie, die die Industrieautomatisierung sowie das Software-Geschäft enthält. So kletterte der Auftragseingang angetrieben von der Sparte Smart Infrastructure um 13 Prozent auf 27,9 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte. Das war deutlich mehr als von Analysten erwartet. Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf rund 20,8 Milliarden Euro. Vergleichbar – also ohne Währungs- und Portfolioeffekte – betrug das Wachstum acht Prozent.Das Ergebnis im Industriegeschäft legte um ein Viertel auf 3,5 Milliarden Euro zu. Hier profitierte Siemens auch von Zollrückerstattungen in den USA, vor allem bei der Medizintechniktochter Siemens Healthineers. Unter dem Strich verdiente Siemens mit 2,6 Milliarden Euro 15 Prozent mehr. Auch hier schnitt Siemens besser ab als gedacht.

Stühlerücken im KI-Geschäft von Alphabet verunsichert AnlegerAn der Spitze der KI-Sparte der Alphabet-Tochter Google gibt es personelle Neuaufstellungen. Der Nobelpreisträger Demis Hassabis gibt die Leitung von ​Google DeepMind ab, um in eine andere verantwortliche Position dort zu wechseln und den neuen Posten des Chefwissenschaftlers bei Alphabet zu übernehmen. Das geht aus einem internen Memo hervorgeht, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Das Stühlerücken hat Anleger verunsichert, die Alphabet-Aktien gaben rund vier Prozent nach.  Als Grund nannte Hassabis, dass die künstliche allgemeine Intelligenz (AGI) in greifbare Nähe rücke. Dabei handelt es sich um eine fortgeschrittene Form der KI, ⁠bei der Computer so intelligent wie Menschen werden. Zugleich verließen mehrere führende Entwickler des KI-Modells Gemini das Unternehmen, darunter der erfahrene Ingenieur Jeff Dean, um ein eigenes Start-up zu gründen. Die Neuaufstellung kommt zu einem für Google kritischen Zeitpunkt. Die Veröffentlichung der neuen Version des Vorzeigemodells Gemini verzögert sich, was Sorgen schürt, dass Google gegenüber den Konkurrenten Anthropic und OpenAI ins Hintertreffen gerät. Koray Kavukcuoglu, Googles Chefarchitekt für KI und langjähriger Stellvertreter von Hassabis, wird als Senior Vice President viele von Hassabis’ Aufgaben übernehmen und an Alphabet-CEO Sundar Pichai berichten, wie das Unternehmen am Mittwoch in einem Blogbeitrag bekannt gab.„Ich habe beschlossen, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für mich ist, meine täglichen operativen Aufgaben bei GDM abzugeben, damit ich die Zeit und den Freiraum habe, mich auf das große Ganze zu konzentrieren und nach besten Kräften Einfluss auf die Zukunft zu nehmen“, sagte Hassabis in einer Erklärung.