FAZ 07.08.2026
18:47 Uhr

Business-Ticker: Börsen in der EU schließen auf Rekordhoch


US-Arbeitsmarkt beruhigt Anleger +++ Thyssenkrupp-Aktionäre machen Weg zur Abspaltung frei +++ VW-Eigentümerholding macht zwei Milliarden Euro Verlust +++ Generali legt in Deutschland kräftig zu +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Business-Ticker: Börsen in der EU schließen auf Rekordhoch

Nvidia plant Milliardeneinstieg bei LanciumDer US-Chipkonzern Nvidia ​will einem Medienbericht zufolge ⁠bis zu drei Milliarden Dollar in den Energieinfrastrukturentwickler Lancium investieren. Das von ‌der Investmentgesellschaft Blackstone finanzierte US-Unternehmen steht hinter dem Projekt Stargate. Wie das ‌Technologieportal „The ‌Information“ unter Berufung auf Insider berichtete, erhält Nvidia für ​die ersten ⁠zwei Milliarden Dollar einen Anteil von 20 Prozent an ​Lancium. Diese Beteiligung könnte ⁠durch die Investition einer ‌weiteren Milliarde auf rund 30 Prozent steigen, sofern der ⁠Infrastrukturentwickler bestimmte Vorgaben erfüllt. ⁠Stellungnahmen der beiden Unternehmen ⁠lagen zunächst ​nicht ⁠vor.

Siemens investiert in den USA 200 Millionen in KI-InfrastrukturDer Technologiekonzern Siemens will seine Führungsrolle in industriellen Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) festigen und investiert daher 200 Millionen Dollar in den Vereinigten Staaten. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, werden die Produktionskapazitäten mit zwei neuen Werken in Pendergrass (Georgia) und Grand Prairie (Texas) ausgebaut. Nach Unternehmensangaben werden in den USA mehr als 1500 neue Arbeitsplätze geschaffen. Damit will Siemens in der Lage sein, die kritische elektrische Infrastruktur für die wachsenden KI-Anforderungen liefern zu können.  Damit reagiert der Konzern auf die rasant wachsende Nachfrage nach KI-fähigen Rechenzentren. Siemens hatte im Juli schon angekündigt, rund 300 Millionen Euro in seine deutschen Werke zu investieren, um das schnelle Wachstum von KI und Rechenzentren zu unterstützen. Wie das Unternehmen am Donnerstag berichtet hatte, lag das Auftragsvolumen für KI-Rechenzentren in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 (per 30. September) bei fast sechs Milliarden Euro. Das entspricht einem prozentual dreistelligen Plus zum Vorjahreszeitraum. \"Mit diesen Investitionen in den Vereinigten Staaten stärken wir unsere Position, um den KI-Ausbau zu unterstützen und Kunden dabei zu helfen, Rechenzentren zu realisieren, die sowohl KI-fähig als auch effizient und resilient sind“, sagte der Vorstandsvorsitzende Roland Busch.  

Thyssenkrupp-Aktionäre machen Weg zur Abspaltung freiIn einer außerordentlichen Hauptversammlung haben die Aktionäre des Industriekonzerns Thyssenkrupp am Freitag zugestimmt, dass die Materialsparte abgespalten wird und an die Börse gebracht werden kann. An der zukünftigen TK Accelis Group AG & Co. KGaA sollen die heutigen Aktionäre von Thyssenkrupp beim Börsengang direkt beteiligt werden. Für je 20 Thyssenkrupp-Aktien erhalten die Anteilseigner eine Aktie von TK Accelis. Die werden den Aktionären direkt ins Depot gebucht. Genauso hatte Thyssenkrupp es in der Verselbständigung der Marinesparte TKMS gemacht. Gleich ist auch die Strategie im Anteilsbesitz: An Accelis will der Mutterkonzern ebenfalls zukünftig 51 Prozent halten und damit Mehrheitsgesellschafter bleiben. „Mit der Verselbständigung erhält TK Accelis gleichermaßen Freiheit und Verantwortung, sich eigenständig zu entwickeln“, sagte der Thyssenkrupp-Aufsichtsratsvorsitzende Siegfried Russwurm. Der Vorstandsvorsitzende Miguel López baut Thyssenkrupp von einem Industriekonglomerat zu einer Holding mit weitgehend eigenständigen Beteiligungen um. TK Accelis beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter und hat im Geschäftsjahr 2024/2025 einen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro und einen bereinigten operativen Gewinn von 132 Millionen Euro erwirtschaftet. Geleitet wird die Sparte von Ilse Henne. 

Generali legt in Deutschland kräftig zu Die Nachfrage nach traditionellen Sparprodukten mit Einmaleinzahlung haben dem Versicherer Generali in Deutschland einen erheblichen Umsatzschub eingebracht. Wie das italienische Unternehmen im Zuge seines jüngsten Quartalsberichts erläuterte, sind Angebote wie „Tagesgeld Plus“ des Generali-Direktversicherers CosmosLife gut angekommen, zumal das höhere Zinsumfeld die Anleger überzeuge. Vor diesem Hintergrund sind die Generali-Versicherungsprämien mit klassischen Lebensversicherungen in Deutschland im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahr um fast 60 Prozent gestiegen. Klassische Renten- oder Kapitalversicherungen gegen Einmalbeitrag gelten als Alternative zu Festgeld oder Sparbüchern.

Munich Re kappt Umsatzprognose im Kerngeschäft Die Munich Re muss dem Preisverfall im Schaden-Rückversicherungsgeschäft Tribut zollen. Wie der Rückversicherer am Freitag mitteilte, wird die Umsatzprognose im Kerngeschäft um zwei Milliarden auf 38 Milliarden Euro gekürzt. Demnach erwartet der Versicherungskonzern in diesem Jahr einen Konzernumsatz von 62 Milliarden Euro nach bislang 64 Milliarden Euro. Trotzdem hält der Vorstandsvorsitzende Christoph Jurecka an der Prognose eines Rekordergebnisses fest: „Mit einem exzellenten Halbjahresergebnis von 3,9 Milliarden Euro ist Munich Re auf sehr gutem Weg, das Jahresziel von 6,3 Milliarden Euro zu erreichen.“Dank der starken Bilanz, höherer Investmenterträge und steigender Ergebnisbeiträge der weniger volatilen Geschäftssegmente, also des Erstversicherers Ergo, der Spezialversicherung und der Leben-Rückversicherung, könne die Munich Re den Marktzyklus in der Schaden-Rückversicherung aus einer Position der Stärke steuern. „Auf Geschäft, für das wir keine risikoadäquaten Preise erhalten, verzichten wir bewusst“, betonte Jurecka.

Robuste Industrieproduktion, Export steigtTrotz der Verwerfungen durch die kriegerischen Spannungen am Persischen Golf und die hohen Energiepreise hat die deutsche Wirtschaft sich im zweiten Quartal als stabil erwiesen. Die Produktion im produzierenden Gewerbe stieg inflations-, saison- und kalenderbereinigt im Zeitraum von April bis Juni um 0,7 Prozent gegenüber den drei Monaten zuvor. Die konjunkturelle Dynamik am Ende des Quartals war indes schwach. Im Juni stieg die Produktion um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit.„Die Industrieproduktion bewegt sich auf niedrigen Niveau unter Schwankungen seitwärts”, kommentierte Marco Wagner von der Commerzbank. Wegen des Niedrigwassers im Rhein dürfte sich daran im Sommer nichts ändern. Carsten Brzeski, der Chefvolkswirt von ING, sieht in den Zahlen eine Bestätigung, dass die moderate zyklische Erholung andauere. Diese dürfe aber nicht über die strukturellen Probleme der deutschen Industrie hinwegtäuschen. Auch nach den jüngsten Verbesserungen liege die Industrieproduktion immer noch rund zehn Prozent niedriger als vor der Pandemie.Im Juni stagnierte die Industrieproduktion im engeren Sinne und lag um 0,8 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Die Bauproduktion legte im Juni um 0,1 Prozent zu. Energieerzeuger produzierten 1,9 Prozent mehr.Für Juni meldeten die Statistiker zugleich eine steigende Ausfuhr. Diese stieg in der nomimalen, nicht-preisbereinigten Rechnung um 0,9 Prozent gegegenüber dem Vormonat oder um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Einfuhr stieg im Juni um 4,4 Prozent gegenüber Mai.

Brenntag hebt Gewinnprognose für 2026 abermals anDer Chemikalienhändler Brenntag hebt ​seine Ergebnisprognose für 2026 zum zweiten ⁠Mal innerhalb weniger Wochen an. Weil das dritte Quartal anhaltend positiv laufe, werde ‌das operative Ergebnis (Ebitda) nun zwischen 1,35 und 1,45 Milliarden Euro erwartet, teilte das Dax-Unternehmen ‌am ‌Freitag mit. Erst Ende Juni hatte Brenntag seine Erwartungen für das Ebitda auf 1,25 ​bis 1,40 Milliarden Euro ⁠erhöht.Brenntag profitiert derzeit von einer robusten Nachfrage und gestiegenen Preisen ​im Zusammenhang mit dem Krieg im ⁠Iran und der ‌Blockade der Straße von Hormus. Im zweiten Quartal hatte das operative Ebitda ⁠mit 450 Millionen ⁠Euro deutlich über den Erwartungen der Analysten ⁠gelegen, ​nachdem ⁠es im ersten Jahresviertel ​noch einen Rückgang verzeichnet hatte. 

Pötsch über die Zukunft von VW: „Je länger sich die Entscheidungen hinziehen, desto größer werden die Probleme.“  Eine milliardenschwere Abschreibung auf die Beteiligung am Volkswagen-Konzern hat die Eigentümerholding Porsche SE im ersten Halbjahr 2026 tief in die roten Zahlen gezogen. Unter dem Strich machte die Beteiligungsgesellschaft einen Verlust von 2,2 Milliarden, wie das Unternehmen in Stuttgart mitteilte. Im Jahr zuvor wurden noch 300 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet.Sowohl Europas größter Autobauer Volkswagen als auch die weitere wesentliche Beteiligung, der Sportwagenbauer Porsche, kämpfen derzeit mit schwierigen Marktbedingungen und dem Umbruch in der Automobilindustrie. Die Wertberichtigungen auf die Volkswagen-Anteile betrugen im ersten Halbjahr 3 Milliarden Euro und auf den Sportwagenbauer Porsche 200 Millionen Euro.Porsche SE-Vorstandschef Hans Dieter Pötsch mahnte eine rasche Entscheidung zum Sparprogramm in Wolfsburg an. Der Volkswagen-Konzern stehe an einem historischen Wendepunkt. Bei den jetzt anstehenden Entscheidungen gehe es um die Zukunft von Volkswagen. „Je länger sich die Entscheidungen hinziehen, desto größer werden die Probleme.“

Lanxess setzt Sparkurs im schwierigen Marktumfeld fortDer Spezialchemiekonzern Lanxess hat im zweiten Quartal auch von Schwierigkeiten der asiatischen Konkurrenz durch den Iran-Krieg profitiert. Dieser erschwerte die Öl- und Gasversorgung in Teilen Asiens. Insgesamt bleibt das Umfeld aber schwierig; das Unternehmen setzt weiter auf Einsparungen und bestätigte das Jahresgewinnziel.Dabei betonte Lanxess-Chef Matthias Zachert laut Mitteilung vom Freitag, dass allerdings „kein nachhaltiger Aufschwung der Nachfrage in unseren Kernmärkten in Sicht“ sei und die Marktbedingungen anspruchsvoll blieben. „Bis Ende des Jahres gibt es voraussichtlich keine weiteren konjunkturellen Impulse. Dafür erwarten wir aber aus unseren Kostensenkungsprogrammen höhere Beiträge als im ersten Halbjahr.“Im zweiten Quartal steigerte der im MDax notierte Konzern den Umsatz im Jahresvergleich um 6,5 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) liegt mit 152 Millionen Euro gut 1 Prozent höher. 2026 peilt Zachert hier weiterhin zwischen 450 und 550 Millionen Euro an. Unter dem Strich fiel im zweiten Quartal ein Verlust von 53 Millionen Euro an, nach einem Minus von 45 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Gründe für die roten Zahlen sind Wertberichtigungen und Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen. 

Airbnb übertrifft Erwartungen und profitiert von der Fußball-WMDer US-Zimmervermittler Airbnb hat im abgelaufenen ​Quartal dank einer starken weltweiten Reisenachfrage und der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika mehr umgesetzt ⁠und verdient als erwartet. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal von 3,1 Milliarden auf 3,61 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Gewinn pro Aktie ‌kletterte auf 1,37 Dollar nach 1,03 Dollar vor Jahresfrist. Analysten hatten LSEG-Daten zufolge im Schnitt lediglich mit Erlösen von 3,57 Milliarden Dollar und einem Gewinn ‌von 1,25 Dollar je Anteilsschein ‌gerechnet. Die Airbnb-Aktie legte im nachbörslichen Handel um 11,6 Prozent zu.Das Unternehmen profitierte nach eigenen Angaben stark von Neukunden während der in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragenen Fußball-WM. ​Die Buchungen in Nordamerika, das ⁠im Jahr 2025 mehr als 40 Prozent des Umsatzes ausmachte, stiegen im hohen einstelligen Prozentbereich und verzeichneten damit ​das stärkste Wachstum seit fast drei Jahren. Weltweit kletterte die Zahl der gebuchten Übernachtungen und Erlebnisse ⁠um zehn ‌Prozent auf 148,3 Millionen.Für das Gesamtjahr 2026 hob Airbnb seine Prognose an und rechnet nun mit einem Umsatzwachstum, das „mindestens im mittleren Zehnerbereich“ liegt. Das Unternehmen hatte ein Plus im ⁠niedrigen bis ⁠mittleren Zehnerbereich prognostiziert. Das starke Geschäft rund um die WM sowie Zuwächse in Märkten ⁠wie Brasilien und ​Indien ⁠halfen dem Konzern, Belastungen durch den Iran-Krieg ​teilweise auszugleichen. Dieser hatte internationale Fernreisen durch Flugumleitungen und ‌höhere Kerosinkosten beeinträchtigt. Inzwischen sei jedoch eine stetige Erholung der Nachfrage im Nahen Osten ​zu beobachten, erklärte Airbnb. 

Gewinn von Daimler Truck bricht um 48 Prozent einDer Gewinn beim Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck ist im zweiten Quartal dieses Jahres um 48 Prozent eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sei das Konzernergebnis von 245 Millionen Euro auf 128 Millionen Euro gesunken, teilte der Dax-Konzern aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart mit. Unter anderem belasteten Zölle die Profitabilität auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt. Vorläufige Zahlen zum Tagesgeschäft hatte das Unternehmen bereits vor gut zwei Wochen vorgelegt.Weil es nach der Anerkennung von US-Wertschöpfungsanteilen durch die Behörden im zweiten Halbjahr auch insgesamt wieder besser laufen soll, hatte Daimler Truck damals auch die Konzernprognose erhöht. Diese bestätigte Chefin Karin Radström. Die positive Dynamik des zweiten Quartals sollte im dritten Jahresviertel noch deutlich zunehmen, hieß es in der Mitteilung vom Freitag. Der Auftragseingang legte in den drei Monaten bis Ende Juni gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum um 27 Prozent auf 74.448 Fahrzeuge zu.Der Umsatz im Industriegeschäft – also ohne Finanzdienstleistungen gerechnet – war wie bereits bekannt im zweiten Quartal um 6 Prozent gestiegen, doch die um Sondereffekte bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Zinsen in dem Bereich ging um 2,4 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent zurück. 

Behörden vereiteln offenbar Attentat auf Chef eines deutschen DrohnenherstellersStefan Thumann, der Chef des deutschen Rüstungsunternehmens Donaustahl, soll ins Visier des russischen Geheimdienstes geraten sein. Ein womöglich geplantes Attentat sei von deutschen Sicherheitsbehörden verhindert worden, berichtet die Wochenzeitung „Zeit“. Auch im Kanzleramt soll der Fall regelmäßig besprochen worden sein. Das Start-up produziert Kamikazedrohnen für die Ukraine.Es dürfte nicht das erste Mal gewesen sein, dass Sicherheitsbehörden ein Attentat auf den Chef eines deutschen Rüstungsunternehmens vereitelten. US-amerikanische Geheimdienste hatten 2024 aufgedeckt, dass Russland die Ermordung von Armin Papperger, den Vorstandsvorsitzenden des deutschen Rüstungsunternehmens Rheinmetall geplant hatten. Deutsche Geheimdienste schützten Papperger. Rheinmetall hatte der F.A.Z. damals mitgeteilt, sich regelmäßig mit deutschen Sicherheitsbehörden abzustimmen.Unklar sei laut der „Zeit“ indes, ob die Ermordung des Donaustahl-Chefs bereits geplant war oder Vorbereitungen liefen. Thumanns Haus wurde offenbar von einem russischen Agenten ausspioniert. Der Hinweis kam wie bei Papperger über einen ausländischen Nachrichtendienst. 

Vergleich mit US-Regierung: RWE zieht sich aus US-Windkraftprojekten zurückDer deutsche Energiekonzern RWE zieht sich wegen des Widerstands der US-Regierung aus allen Windkraftprojekten vor den Küsten der Vereinigten Staaten zurück. Die US-Offshore-Tochter des deutschen Unternehmens schloss dazu einen Vergleich mit dem US-Innenministerium. RWE erhält von der US-Regierung 1,22 Milliarden Dollar und gibt im Gegenzug alle Ansprüche gegenüber den Vereinigten Staaten auf. Zudem werden die Offshore-Wind-Pachten vor den Küsten von New York, Kalifornien und Louisiana zurückgegeben. RWE hatte diese 2022 erworben. Damals war noch der Demokrat Joe Biden US-Präsident. Dieser hatte den Ausbau von Windkraft gefördert. Sein Nachfolger Donald Trump hält nichts von Windenergie. Deshalb hielten die Regierung und Behörden diverse Windkraftprojekte mit politischen und rechtlichen Auflagen auf. RWE klagte dagegen.RWE baut in den USA Gaskraftwerke, erneuerbare Energien und Batteriespeicher und will dafür bis 2031 rund 17 Milliarden Euro vor Ort investieren. Anleger reagierten erfreut auf den Vergleich. Die RWE-Aktie baute am Nachmittag ihren Gewinn aus. 

Henkel steigert ErgebnisDer Konsumgüterkonzern Henkel hat im ersten Halbjahr in einem weiter schwierigen Umfeld das Ergebnis gesteigert. Dabei trugen beide Unternehmensbereiche bei. Für das laufende Jahr zeigt sich das Management nun zuversichtlicher. So soll der Umsatz 2026 ohne Währungs- und Portfolioeffekte nun um 1,5 bis 3,5 Prozent zulegen und damit an beiden Enden 0,5 Prozentpunkte mehr als bisher geplant, wie das Dax-Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die bereinigte operative Marge (Ebit-Marge) soll unverändert 14,5 bis 16 Prozent erreichen.Im ersten Halbjahr sank der Umsatz zwar leicht um 0,5 Prozent auf rund 10,35 Milliarden Euro. Aus eigener Kraft wuchs er aber um 3,2 Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag mit 1,62 Milliarden Euro leicht über dem Vorjahreswert. Branchenexperten hatten insgesamt im Durchschnitt etwas weniger auf dem Zettel. Die entsprechende Rendite verbesserte sich ebenfalls leicht um 0,2 Prozentpunkte auf 15,7 Prozent.