FAZ 11.03.2026
19:32 Uhr

Biathlon-Trainer Röiseland: „Bei mir wurde Hodenkrebs diagnostiziert“


Nach den Olympischen Winterspielen erhält Sverre Olsbu Röiseland eine Schock-Nachricht. Der Trainer der deutschen Biathletinnen hat Hodenkrebs. Er kann aber auch eine positive Neuigkeit verkünden.

Biathlon-Trainer Röiseland: „Bei mir wurde Hodenkrebs diagnostiziert“

Sverre Olsbu Röiseland, Trainer der deutschen Biathlon-Frauen, ist an Krebs erkrankt. „Bei mir wurde Hodenkrebs diagnostiziert. Die schlimmste Nachricht, die ich bisher in meinem Leben erhalten habe!“, schrieb der 35-Jährige in einem Post auf Instagram. Röiseland hat sich nach eigenen Angaben bereits erfolgreich einem Eingriff unterzogen. „Die Operation verlief sehr gut, und es gibt keine Anzeichen dafür, dass der Krebs gestreut hat.“ Der Skandinavier postete ein Foto aus dem Krankenbett und zeigte einen Daumen nach oben. Sofort wünschten zahlreiche Weggefährten gute Besserung. Der Norweger, der 2022 zum Deutschen Skiverband (DSV) gewechselt war, ist mit der dreimaligen Biathlon-Olympiasiegerin Marte Olsbu Röiseland verheiratet. Er gilt auch als enger Vertrauter von Weltmeisterin Franziska Preuß, die nach Olympia ihre erfolgreiche Karriere beendete. Die zurückliegende Zeit nach den kräftezehrenden Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo, bei denen die deutschen Biathletinnen ohne Einzelmedaille geblieben waren, hatte sich Röiseland anders vorgestellt. „Der Plan war eigentlich ganz einfach: eine Woche zu Hause mit der Familie, etwas Ruhe und Zeit für mich nach einer anstrengenden Zeit. Stattdessen erhielt ich eine Nachricht, die meine Pläne auf den Kopf stellte“, berichtete Röiseland. „Zum Glück haben wir ein fantastisches Gesundheitssystem, sodass ich kurz nach der Diagnose operiert werden konnte.“ Er gab seinen Followern noch einen Rat: „Geht zur Vorsorgeuntersuchung! Wenn man es frühzeitig erkennt, ist die Prognose sehr gut.“ Röiseland kündigte an, „bald wieder mit dem Team beim Weltcup zu sein“. In Otepää (Estland) steht am 13. und 14. März der vorletzte Weltcup an, bevor vom 19. bis 22. März die Saison im norwegischen Oslo ihren Abschluss findet. Der Skiverband reagierte mit einem Post auf die Erkrankung des Assistenten von Cheftrainer Kristian Mehringer. „Das sind nicht die Nachrichten, die wir teilen wollen“, drückte der DSV sein Bedauern aus und wünschte für den weiteren Genesungsprozess alles Gute.