Vom 7. bis 11. Oktober öffnet die Frankfurter Buchmesse ihre Türen. Wer vom Vorjahr noch eine Standnummer im Kopf hat, kann sie getrost vergessen. Die Messe hat ihr Hallenlayout umgebaut, Bücher für das Publikum finden sich nun vor allem auf den Erdgeschossebenen, Geschäftsbereiche darüber. Auch sonst hat sich einiges verschoben. Die Festhalle ist beispielsweise nicht mehr der Ort, an dem man sich für „Meet the Author“ anstellt, und zwei der gewohnten Eingänge bleiben geschlossen. Bevor der erste Weg in die falsche Richtung führt, kommen hier die Fragen, die sich vor einem Besuch und währenddessen stellen. Wann kann ich auf die Messe? Das hängt vom Ticket ab. Fachbesucher können von Mittwoch, 7. Oktober, an täglich ab 9 Uhr hinein. Privatbesucher dürfen am Freitag, 9. Oktober, ab 11 Uhr aufs Gelände, am Samstag und Sonntag jeweils ab 9 Uhr. Schluss ist von Mittwoch bis Samstag um 18.30 Uhr, am Sonntag um 17.30 Uhr. Wie viel kostet mich der Messebesuch? Ein Tagesticket kostet laut Ticketübersicht der Buchmesse am Freitag und Sonntag 30 Euro, am Samstag 35 Euro, ermäßigt 25 Euro. Das Dauerticket für alle drei Publikumstage kostet 59 Euro. Familientickets für höchstens zwei Erwachsene und drei Kinder zwischen sieben und 18 Jahren gibt es für 60 Euro, am Samstag für 70 Euro. Neu ist ein Tagesticket für Kinder von sieben bis zwölf Jahren für neun Euro; jüngere Kinder brauchen in Begleitung eines Erwachsenen kein Ticket. Wer im Rollstuhl sitzt oder das Merkmal „B“ im Schwerbehindertenausweis hat, kommt samt Begleitperson kostenlos hinein. Der Sonntag ist als Familientag mit gebündeltem Programm angelegt. Die Tickets für das Privatpublikum sind kontingentiert. Erfahrungsgemäß ist vor allem der Samstag schon vorher ausverkauft. Vor Ort gibt es allenfalls Restkarten, bezahlt wird an den Kassen nur mit Karte, und sie schließen zwei Stunden vor Messeschluss. Wenn ein Tag online ausverkauft ist, gibt es an der Tageskasse keine Rettung mehr. Was ziehe ich an? Die Schuhe entscheiden über den letzten Messetermin. Nehmen Sie welche, in denen Sie lange gehen und noch länger stehen können. Mit mehreren leichten Kleidungsschichten lässt sich auf warme Gänge und kühlere Wege zwischen den Hallen reagieren. Wie komme ich zur Buchmesse? Die S-Bahnen S3, S4, S5 und S6 halten an der Station „Messe“ beim Eingang Torhaus. Mit der U4 gelangt man vom Hauptbahnhof zur Haltestelle „Festhalle/Messe“ und zum Eingang City; dort fahren auch die Straßenbahnen 16 und 17. Wer lieber läuft, braucht von der Nordseite des Hauptbahnhofs bis zum Eingang City nach Angaben der Buchmesse ungefähr zehn Minuten. Wichtiger als das Verkehrsmittel ist der erste geplante Halt auf dem Gelände. Der interaktive Hallenplan hilft bei der Wahl des Eingangs. Stammgäste sollten wissen, dass die Eingänge Europa-Allee und Portalhaus während der Buchmesse geschlossen bleiben. Der Eingang Festhalle Süd gegenüber dem Einkaufszentrum Skyline Plaza steht nur mit gültigem Ticket offen, hat keine Kasse und ist nicht barrierefrei. Der Eingang Galleria dient allein dem Pendelbus vom Parkhaus Rebstock. Reguläre Fachbesuchertickets gelten laut Ticketbedingungen für die An- und Abreise im RMV, Privatbesuchertickets und Fachbesucher-Freikarten hingegen nicht. Taxis und Fahrdienste wie Uber oder Bolt dürfen während der Messe nicht aufs Gelände; man steigt am besten aus am Eingang City oder an der Festhalle Süd. Für die Fernreise hat die Buchmesse mit der Deutschen Bahn Sondertarife eingerichtet. Und wenn ich mit dem Auto komme? Nach Angaben der Buchmesse zu Anreise und Parken gibt es für Besucher auf dem Rebstockgelände kostenpflichtige Parkplätze. Die Tageskarte kostet im Parkhaus 20 Euro, auf den Freiflächen 17 Euro. Das Parkhaus am Römerhof ist von der Autobahnabfahrt Frankfurt West auch ohne Umweltplakette erreichbar. Aus der Innenstadt führt die Strecke über die Theodor-Heuss-Allee; dafür ist eine grüne Plakette nötig. Ein kostenloser Bus fährt von 7.45 bis 20 Uhr vom Parkhaus zum Eingang Galleria. Auf dem Messegelände parken im Regelfall nur Aussteller mit Parkausweis. Menschen im Rollstuhl sollten den Hinweis der Messe zur barrierefreien Anreise lesen, denn der Rebstock-Shuttle ist für sie ungeeignet; für eine andere Parkmöglichkeit ist eine vorherige Abstimmung mit der Messe Frankfurt vorgesehen. Was packe ich ein? Ticket, Trinkflasche, vielleicht einen kleinen Imbiss und ein geladenes Telefon. Auf der Agora gibt es nach Angaben der Buchmesse vier kostenlose Trinkwasser-Zapfstellen zum Auffüllen eigener Flaschen. Wer keine dabeihat, bekommt im Fair-Shop im Foyer der Halle 4.1 eine Mehrwegflasche aus Zuckerrohr, deren Kauf das Wasserprojekt „Join the Pipe“ unterstützt. Wer Tickets, Termine und Wege auf dem Telefon verwaltet, hat mit einer Powerbank außerdem einen recht kleinen Gegenstand eingepackt, der am späten Nachmittag erstaunlich wichtig werden kann. Die App der Buchmesse bündelt Plan und Programm. Wer sich registriert, kann dort Veranstaltungen speichern und Aussteller als Favoriten markieren, der Hallenplan in der App zeigt die schnellste Route. Gibt es eine Garderobe? Laut Messeguide 2026 gibt es Garderoben an den Haupteingängen und auf verschiedenen Hallenebenen. Die Abgabe kostet drei Euro pro Gepäck- oder Kleidungsstück. Geöffnet sind die Garderoben ab dem 7. Oktober täglich von 8.45 bis 19.30 Uhr, am Sonntag bis 18.30 Uhr. Wer nach Messeschluss noch einen Termin hat, kann eine der Sammelgarderoben am Eingang Torhaus oder in den Hallen 1.1 und 4.1 nutzen; sie sind bis 21 Uhr geöffnet. Am Mittwoch und Donnerstag kommt eine Sammelgarderobe in Halle 3.0 Nord/Ost hinzu. Was bis 21 Uhr niemand abholt, wird über Nacht verwahrt und am nächsten Morgen an die Garderobe gebracht, an der es abgegeben wurde. Die Buchmesse weist darauf hin, dass die einzelnen Garderoben unterschiedliche Öffnungszeiten haben können. Öffentlich zugängliche Schließfächer gibt es auf dem Messegelände nicht. Kann ich auf der Messe mein Handy laden? Wer unterwegs Strom braucht, kann an zwei „Voozaa“-Automaten eine geladene Powerbank mieten und wieder zurückgeben. Sie stehen im Foyer der Halle 4.1 und auf der Via Mobile zwischen Halle 1 und Halle 3. Eine weitere Lademöglichkeit bietet die neue Creator-Lounge im Steinernen Saal der Festhalle, die von Freitag, 14 Uhr, bis Sonntag, 16 Uhr, allein akkreditierten Medienvertretern und Content-Creators offensteht. Kostenloses WLAN gibt es für alle Besucher, für Videotelefonate reicht es nach Angaben der Messe nicht. Wer lange auf dem Gelände bleiben will, lädt sein Telefon am besten schon vorher auf. Was bleibt besser zu Hause? Das Taschenmesser, auch wenn es sonst nur Äpfel schneidet. Reizsprays sowie Waffen und täuschend echte Nachbildungen von Waffen sind ebenfalls verboten. Hunde und andere Tiere dürfen nicht mit aufs Gelände, Assistenzhunde ausgenommen. Geraucht wird nur im Freien. Die Messe kündigt Taschenkontrollen an allen Eingängen an und empfiehlt, sperrige Rucksäcke und Trolleys zu Hause zu lassen oder vor dem Einlass an einer Garderobe abzugeben. Wer neuere Bücher mitbringt, etwa um sie signieren zu lassen, soll auf Bitte der Messe nachweisen können, dass sie ihm gehören, zum Beispiel mit einer Quittung. Wer um 11 Uhr bei einer Lesung sein will, sollte die Sicherheitskontrolle zeitlich einplanen. Kann ich im Cosplay kommen? Ja, eine gesonderte Anmeldung ist laut den Cosplayregeln der Buchmesse nicht erforderlich. Requisiten und Waffenimitate werden am Eingang geprüft und gekennzeichnet, täuschend echt wirkende Nachbildungen wie Softair-Waffen bleiben verboten. Was nicht mit auf das Gelände darf, können Cosplayer kostenfrei an einer Garderobe abgeben. Wer ein aufwendiges Kostüm plant, sollte sich schon vor der Anreise über die Waffenregeln informieren und im Zweifel ein Foto an cosplay@buchmesse.de schicken; Umkleiden gibt es auf dem Messegelände nicht. Auch für das Kostüm selbst gelten Regeln. Brust, Intimbereich und Po müssen ausreichend bedeckt sein, Bodypaint und Glitzer dürfen nicht abfärben, und Showkämpfe sind nur auf den Bühnen erlaubt. Auf der neuen Matsuri-Stage vor Halle 4.0 gibt es an allen drei Publikumstagen Cosplay-Wettbewerbe, am Sonntag um 11 Uhr einen eigenen für Figuren aus Büchern. Wie finde ich mich auf dem Messegelände zurecht? Auf die innere Landkarte ist 2026 wenig Verlass, denn der Hallenplan hat sich im Vergleich zum Vorjahr geändert. Die wichtigste Änderung betrifft die Stockwerke. Das Publikumsangebot liegt in den Erdgeschossen rund um die Agora, während das internationale Fachgeschäft überwiegend in die oberen Ebenen rückt. Literatur und Sachbuch verteilen sich auf die Hallen 3.0, 4.0, 5.0 und die Festhalle: Halle 3.0 bündelt große und unabhängige Verlage, Halle 4.0 Kinder- und Jugendbuch, Comics, Manga, Games und Hörbuch, Halle 5.0 Krimi, Belletristik und Ratgeber. Die Festhalle ist für New Adult, Fantasy, Gaming und Popkultur wichtig; der Pavillon des Ehrengasts Tschechien liegt im Forum auf Ebene 1. Wer einen bestimmten Verlag oder eine Bühne sucht, findet den jeweiligen Standort im aktuellen Hallenplan. Wo wird es voll? Die längsten Schlangen bilden sich bei den Signierstunden. Bei „Meet the Author“ auf der Agora, das nur von Freitag bis Sonntag läuft, sind unter anderen Charlotte Link, Otto Waalkes, Caroline Wahl, Ursula Poznanski und Liz Tomforde angekündigt. Sebastian Fitzek signiert an seinem eigenen Stand in Halle 5.0, dort allerdings nur mit Ticket. Wie lang die Wartezeiten werden, lässt sich vorher nicht beziffern. Die Messe rechnet damit, dass durch das neue Hallenkonzept am Wochenende mehr Privatbesucher aufs Gelände können als bisher. Andrang ist auch in Halle 4.0 mit dem Kinder- und Jugendbuchprogramm zu erwarten. Und wo entdeckt man etwas jenseits der großen Namen? In Halle 3.0 stehen die unabhängigen Verlage mit einer Gemeinschaftsausstellung und einer eigenen Leseinsel. Von dort aus lohnt der Umweg über die Hotlist der Independents: 205 Verlage haben sich in diesem Jahr mit je einem Buch beworben, zehn stehen auf der Liste, und drei davon hat das Publikum online gewählt. Auch der Ehrengast führt weg von den Bestsellerstapeln, denn zum tschechischen Auftritt erscheinen rund 150 Titel in deutscher Übersetzung, verteilt auf etwa 95 Verlage. Im Veranstaltungskalender lassen sich die mehr als 3000 Termine nach Thema und Ort filtern, womit auch die kleinen Lesungen sichtbar werden. Kann ich die Bücher auch kaufen? Laut Buchmesse können Besucher an allen fünf Messetagen Bücher kaufen, sofern der jeweilige Aussteller an seinem Stand diese Option anbietet; ob er mitmacht, kennzeichnet er am Stand. Die Buchpreisbindung gilt auch auf der Messe. Den Kaufbeleg sollte man aufheben, er dient gegenüber dem Sicherheitspersonal als Nachweis. Bei besonders gefragten Titeln kann es gesonderte Warte- und Zugangsregeln geben. Wer ein bestimmtes Buch kaufen möchte, prüft am besten auch den Stand des Verlags, bevor er loszieht. Mit Blick auf Stände, an denen gerade verhandelt wird, bittet die Messe um Rücksicht. Wo ist der Stand der F.A.Z., und was gibt es dort zu sehen? In Halle 3.0, Stand C 123. Von Mittwochvormittag bis Sonntagnachmittag stehen dort an jedem Messetag zahlreiche Autorengespräche im Programm der F.A.Z. Wer mit einem Privatbesucherticket kommt, sollte auf den Wochentag achten. Jill Lepore spricht am Mittwoch um 15.40 Uhr auf Englisch, Jáchym Topol am Donnerstag um 10 Uhr, Robert Habeck am Donnerstag um 17 Uhr, alle drei also an Tagen, die dem Fachpublikum vorbehalten sind. Ab Freitag sind unter anderem Cornelia Funke (Freitag, 12 Uhr), Colson Whitehead (Freitag, 12.40 Uhr, auf Englisch), Ingo Schulze (Samstag, 12 Uhr), Otto Waalkes mit einer gemeinsamen Malaktion (Samstag, 13.20 Uhr) und Stefanie Stahl (Sonntag, 15.20 Uhr) zu Gast. Alle weiteren Uhrzeiten stehen im verlinkten Programm; kurzfristige Änderungen sind möglich. Lohnt sich ein Abstecher zum Ehrengast? Der diesjährige Ehrengast ist Tschechien. Sein rund 2300 Quadratmeter großer Pavillon befindet sich im Forum auf Ebene 1. Die Organisatoren haben 75 tschechische Autorinnen und Autoren für den Messeauftritt angekündigt; im Pavillon sind an allen fünf Messetagen Gespräche und Lesungen auf zwei Bühnen vorgesehen, dazu eine Ausstellung tschechischer Illustration und live gezeichnete Comics, an denen auch ein Roboter mitarbeitet. Das Motto „Ein Land an der Küste“ spielt mit einer überraschenden Geographie und geht auf Shakespeares „Wintermärchen“ zurück, in dem das Binnenland Böhmen eine Küste hat. An einem neuen Gemeinschaftsstand präsentieren sich zudem mehr als 40 tschechische Verlage, vor allem für Gespräche über Lizenzen. Den konkreten Termin für einen Auftritt sucht man im Programm des Ehrengasts, bevor man den Weg ins Forum einschlägt. Viele der Gäste lesen auch bei Open Books in der Stadt, Jáchym Topol etwa am Mittwoch um 17 Uhr in der Evangelischen Akademie. Wo bekomme ich etwas zu essen? Zwischen den Hallen stehen auf dem Freigelände Essensstände und Foodtrucks. In den Hallen und am Eingang City gibt es Cafés, etwa für belegte Brötchen, Obst, Sushi oder ein Getränk. Wer sich zum Essen hinsetzen möchte, findet die Restaurant-Bar Aubergine in Halle 3.0, das Sky in Halle 4.0, das Bistro Giardino in Halle 5.0 und das Patio im Forum auf der Via-Ebene. Bei einem späten Hunger lohnt der Blick auf die Uhr, denn Aubergine und Sky schließen um 16 Uhr, das Patio schließt um 17 Uhr, das Giardino hat am längsten geöffnet. Super- und Minimärkte gibt es unter anderem in Halle 4.0, Halle 5.0, im Foyer der Halle 4.1 und am Eingang City. Die Übersicht im Messeguide nennt weitere Lokale und ihre Öffnungszeiten. Für die eigene Getränkeflasche sind auf der Agora vier kostenlose Trinkwasser-Zapfstellen eingerichtet. Wo bekomme ich medizinische Hilfe? Die Sanitätsstation des DRK liegt in Halle 4.0 Süd/West am Eingang. Nach Angaben der Buchmesse ist dort während der Messe auch ärztliche Hilfe verfügbar; die Station ist unter +49 69 7575 6500 erreichbar. Eine Apotheke gibt es auf dem Gelände nicht. An der Hauptinformation im Foyer der Halle 4.1 nimmt ein Rezeptservice bis 11 Uhr Rezepte an. Die Medikamente liegen ab 16 Uhr zur Abholung bereit. Polizei und Ordnungsdienst sind auf dem Gelände im Einsatz. Im Notfall gelten die Rufnummern 110 für die Polizei und 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst. Sie funktionieren auch von ausländischen Mobiltelefonen ohne deutsche Vorwahl. Und wenn etwas verloren geht? Das Fundbüro der Messe liegt im Torhaus-Service-Center auf Ebene 0; Verlustmeldungen nehmen auch die Informationsstände an. Dort bekommen Kinder außerdem Notfall-Armbänder, auf die Eltern ihre Handynummer schreiben können, falls man sich im Gedränge aus den Augen verliert. Einen Diebstahl zeigt man bei der Polizei in Halle 4.0 Süd/West am Eingang zum Operation & Security Center an. An wen kann ich mich bei Diskriminierung wenden? Das Awareness-Team der Buchmesse, gestellt von Mitarbeitenden von R.I.C.E., ist im Foyer der Halle 4.1 neben dem Informationsstand zu finden und ist außerdem in den Hallen unterwegs. Es ist während der Messe unter +49 160 97566522 und per E-Mail an awareness@buchmesse.de erreichbar. Für akute Sicherheitsvorfälle sind das Sicherheitspersonal und die Polizei zuständig. Die Verhaltensregeln der Buchmesse beschreiben den Umgang miteinander auf dem Gelände. Gibt es eine ruhige Ecke auf der Messe? Die Buchmesse nennt öffentliche Sitzbereiche und drei eigens ausgewiesene reizarme Ruheräume außerhalb der eigentlichen Ausstellungshallen. Die Ruheräume heißen Komplex (Halle 3. Via Ost), Devise (Halle 4.2) und Exchange (Halle 5.0). Wer nur eine kurze Pause braucht, kann auf der Agora durchatmen; für einen gezielt reizarmen Rückzug sind die Ruheräume die verlässlichere Adresse. Wie barrierefrei ist die Messe? Die Eingänge City und Torhaus sind stufenfrei, an den Bühnen gibt es Vorrangplätze für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. An der Dialogue Stage im Foyer der Halle 4.0 überträgt erstmals Auracast den Bühnenton direkt auf Hörgeräte. Rollstühle und Elektromobile verleiht die Sanitätsstation gegen Kaution, Reservierung vorab nötig. Blinde Besucher werden auf Anfrage über das Gelände begleitet. Details zu Gebärdensprach-Terminen und weiteren Angeboten stehen auf der Seite zur Barrierefreiheit. Gibt es auch etwas kostenlos? Die erwähnten Trinkwasserstellen kosten nichts, dasselbe gilt für das WLAN und den Audio-Rundgang. Viele Veranstaltungen auf dem Messegelände lassen sich mit gültigem Messeticket ohne separates Veranstaltungsticket besuchen; bei einzelnen Verlagsaktionen gelten eigene Zugangsregeln. Das „Blaue Sofa“ kehrt in diesem Jahr aufs Gelände zurück, am Freitag und Samstag stellen dort acht Autorinnen und Autoren ihre Bücher auf der Discovery Stage in Halle 5.0 vor. In der Stadt lädt das Lesefest Open Books vom 6. bis 10. Oktober rund um den Römerberg zu Lesungen ein. Der Eintritt ist frei, reservieren kann man nicht, Einlass ist meist 15 bis 30 Minuten vor Beginn. Und abends? Open Books führt die Literatur vom 6. bis 10. Oktober in die Innenstadt. Am Freitag, 9. Oktober, ist dort um 20 Uhr ein Abend mit der taiwanischen Autorin Yang Shuang-zi in der Evangelischen Akademie am Römerberg angekündigt, die für „Das Taiwan-Tagebuch“ in diesem Jahr den International Booker Prize erhalten hat. Am Samstag folgt um 20 Uhr der Frankfurt-Abend in der Volksbühne im Großen Hirschgraben, unter anderem mit Miriam Carbe, Martin Piekar und Artur Becker. Wer den Freitag lieber tanzend beschließt, kann zur Hotlist-Gala im Literaturhaus Frankfurt. Um 21 Uhr werden Bücher unabhängiger Verlage vorgestellt und Preise verliehen, danach beginnt die Party der Independents, die auch dem Publikum offensteht. Das Ticket für Gala und Party kostet neun Euro. Viele Verlage veranstalten ihre Partys nur für geladene Gäste. Wer während der Messe Kontakte knüpft, erfährt womöglich auch von solchen Abenden. Was passiert am letzten Messetag? Am Sonntag, 11. Oktober, wird in der Paulskirche der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an den französisch-britischen Juristen und Autor Philippe Sands verliehen. Die ARD überträgt die Verleihung ab 10.45 Uhr live. Die Messe selbst schließt an diesem Tag schon um 17.30 Uhr.
