FAZ 08.09.2026
19:36 Uhr

(+) 25 Jahre 9/11: „Plötzlich ist alles ganz real“


Wie erleben junge Menschen das Gedenken an den elften September? Und was für eine Rolle kann ein Museum wie das am Ground Zero dabei spielen?

(+) 25 Jahre 9/11: „Plötzlich ist alles ganz real“

Kylie Tam war noch nicht geboren, als die Terroristen zwei Flugzeuge in das World Trade Center flogen. Sie ist 20 Jahre alt und aus San Francisco in New York zu Besuch. Ein Freund ihrer Eltern sollte am 11. September 2001 in einer der später entführten Maschinen sitzen. Er verschlief und verpasste den Flug. „Er hatte so viel Glück, wir reden heute noch darüber“, sagt Tam. Ein paar Tage vor dem 25. Jahrestag der Anschläge sitzt die Studentin auf einer steinernen Bank am Ground Zero, dort, wo zwei riesige Becken mit Wasserfällen an die zerstörten Türme erinnern. Das Rauschen des Wassers überlagert die Gespräche immer stärker, je näher man kommt.

Fakes finden sich heute überall – aber sind sie wirklich neu? Der Althistoriker Alexander Demandt zeigt: Von Kambyses bis Stalin greifen immer wieder ähnliche Muster. Wer das verstanden hat, liest Geschichte anders.

Die einen laufen mit schwarz-rot-goldenen Socken herum, während die anderen ihren Heimatbegriff problematisieren: Am Wahlabend in Sachsen-Anhalt treffen die Reste der Zivilgesellschaft auf Sieger ohne Redebedarf.

„Last Seen“ handelt von einem Ex-Polizisten, dessen Tochter entführt wurde und verschwand. Die Thrillerserie will etwas Besonderes sein. Ihrem Genre wird sie allerdings nur durch dramatisch anschwellende Musik gerecht.

Feuilletonkorrespondentin in New York.