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10.03.2026
09:33 Uhr
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In Iran und der Ukraine rückt KI in die militärische „Kill Chain“ vor und verkürzt die Zeit zwischen Erkennen und Zerstören. Der Wettlauf um Geschwindigkeit droht den Menschen aus der Entscheidung zu drängen.

Vergangene Woche haben sich Regierungsvertreter in Genf getroffen, um die Regel für die Kriege von morgen zu schreiben. Eingeholt wurden sie von den Kriegen von heute. Es waren Delegationen der 128 Länder, die die UN-Waffenkonvention von 1980 unterzeichnet hatten. Fünf Tage lang diskutierten sie Regeln für autonome, tödliche Waffensysteme, mit denen man die Konvention erweitern könnte. Kurz vor Schluss meldete sich der belgische Vertreter zu Wort. Das Gremium dürfe nicht zu einem Debattierklub werden, der den Bezug zur echten Welt da draußen verliere. Er wusste diese Welt auch zu beschreiben: „Während wir hier sprechen, werden Menschen von KI-gesteuerten, autonomen Systemen angegriffen.“
Die USA setzen bei ihren Angriffen eine Billigdrohne ein, die ausgerechnet dem iranischen Shahed-Modell nachempfunden ist. Gebaut wird „Lucas“ von einem Start-up mit einer Handvoll Mitarbeitern. Die Drohne ist Teil einer milliardenschweren Offensive von Donald Trump.
Open AI, Google und Amazon bauen ihre Shopping-Assistenten aus. Für Händler wird es eng: Wer vom Algorithmus nicht gefunden wird, existiert nicht mehr. Für Händler wird die Datenqualität „überlebenswichtig“.
In Iran kämpfen die Mullahs nach außen und innen ums Überleben. Der Druck auf die Menschen wird immer größer. Sie befürchten, dass die Islamische Republik überleben wird.
Redakteur im Ressort „Wissenschaft“.
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