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06.08.2026
06:15 Uhr
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Mittelmächte stehen vor der Herausforderung, die Abhängigkeiten von den Großmächten USA und China zu reduzieren. In einer Serie beleuchten wir, wie einzelne Staaten dies angehen. Nach Saudi-Arabien und Südafrika beschäftigt sich der dritte Teil mit Indonesien.

„Indonesien sitzt auf einer strategischen globalen Handels- und Energieroute“, erklärte der indonesische Finanzminister Purbaya Yudhi Sadewa am 22. April auf einem Infrastruktur-Symposion in Jakarta. Und räsonierte dann darüber, ob Indonesien sich nicht eigentlich mit Malaysia und Singapur eine Transitgebühr durch die Straße von Malakka teilen sollte. Während die Welt und insbesondere Asien mit der ungelösten Lage an der Straße von Hormus zu kämpfen haben, schien ein Regierungsmitglied Indonesiens daran erinnern zu wollen, welches Land den ultimativen Engpass der Weltwirtschaft kontrolliert.
China und die EU drehen weiter an der handelspolitischen Eskalationsschraube. Überrollt von der Exportwelle der Volksrepublik suchen die Europäer nach Antworten. Bei nächtlichen Beratungen auf dem EU-Gipfel ging es darum, ob künftig eine härtere Linie nötig ist.
Zukunftstechnologien erfordern immer mehr kritische Rohstoffe. Die aber liegen in den Händen weniger Länder. In Zeiten der geoökonomischen Machtpolitik achten diese mehr und mehr darauf, ihre Vorkommen für sich selber zu nutzen und als Druckmittel einzusetzen.
Deutschland ist mit seiner Bewerbung für einen Sitz im UN-Sicherheitsrat gescheitert. Es hätte gute Argumente dafür gegeben. Doch der Völkerbund steckt in einer tiefen Krise und braucht eine grundlegende Reform.
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