FAZ 12.03.2026
07:34 Uhr

(+) Schiffsverkehr: Wehe, wenn diese Arterien des Welthandels verstopfen


Der Stillstand in der Straße von Hormus ist ein weiteres Beispiel dafür, dass der Welthandel von neun natürlichen Meerengen abhängt. Alternativen zu ihnen gibt es kaum – und sie wären teuer.

(+) Schiffsverkehr: Wehe, wenn diese Arterien des Welthandels verstopfen

Während durch den Krieg um Iran die Straße von Hormus blockiert ist, scheint sich immerhin die Lage in einer anderen Meerenge zu entspannen: Derzeit proben erste Reedereien wieder Transite durch den Suezkanal – nach fast zwei Jahren, in denen ein Großteil des Containerverkehrs zwischen Asien und Europa wegen der Terrorangriffe der Huthi über das Kap der Guten Hoffnung umgeleitet werden musste. Es ist nicht das erste Mal, dass sich zeigt, wie wichtig Meerengen für den Welthandel sind.

Der Schifffahrtsexperte Sal Mercogliano spricht über die Risiken des Irankriegs für den Schiffsverkehr. Ein Gespräch über Versicherungen, militärische Optionen und mutige Reeder.

Die iranische In­sel Kharg ist ein gewaltiges Ölterminal. Nimmt man sie ein, fließt praktisch kein Tropfen mehr aus dem Land. Schon in der Carter-Ära wurde diskutiert, Kharg zu besetzen. Jetzt findet die Idee neuen Zuspruch.

Trotz Kriegen und Zollhürden werden immer mehr Waren über immer größere Entfernungen transportiert, zeigt eine neue Studie. Auch der weltgrößte Logistiker DHL registriert bislang keinen Rückgang – im Gegenteil.

Leiter F.A.Z. PRO Weltwirtschaft

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