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23.09.2026
21:55 Uhr
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Die Diskussion um afrikanische Kunst kreist um Raub und Rückgabe. Doch wie sehen die Werke aus, was zeigen sie? Judith Rottenburg erinnert daran, dass postkoloniale Kultur mehr ist als Besitzfrage.

Im April 1966 versammelte das „Festival mondial des arts nègres“ im senegalesischen Dakar Künstler, Wissenschaftler und Politiker aus der ganzen Welt, um über Perspektiven einer zeitgenössischen Kunst Afrikas zu diskutieren. Sechs Jahre zuvor hatte das Land seine Unabhängigkeit erlangt, mit Léopold Sédar Senghor stand ihm ein Präsident vor, der seine Ausbildung in Paris absolviert hatte und in den Dreißigerjahren an der Seite von Aimé Césaire zu den prominenten Vertretern der Emanzipationsbewegung der „Négritude“ gehörte. „Um mit den anderen in Dialog zu treten“, so Senghor in seiner Eröffnungsrede, „müssen wir Schwarzen endlich wieder wir selbst sein in unserer Würde: in unserer wiedererlangten Identität.“
Prospero ist der Chef eines Labors für höhere Atmosphärenmusik: In Genf inszeniert Netia Jones die „Sturm“-Oper des Genfers Frank Martin aus dem Jahr 1956 als Probe auf die Zauberkraft der Abstraktion.
Wenn das Unaussprechliche bedeutsamer ist als das Gesagte: Louise Kennedys Roman „Red“ schreitet Stationen einer ungewöhnlichen Beziehung ab und setzt die irische Erzähltradition dabei meisterlich fort.
Dem Himmel ist Falschheit unbekannt: In der Berliner Philharmonie kann man im Rahmen der Berliner Festspiele eine beeindruckende Aufführung des japanischen Nō-Theaters erleben.
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