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04.10.2026
08:04 Uhr
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Heiligendamm ist Deutschlands ältestes und ungewöhnlichstes Seebad. Vermögen gingen hier verloren. Vor dreißig Jahren kam ein Investor und versprach, den Ort in ein neues Sylt zu verwandeln. Die Hoffnung war groß, dann folgte Ernüchterung.

Am Eingang kurz vor dem Strand ist von der erwarteten Grandezza Heiligendamms nicht viel zu sehen. Stattdessen sind da ein sandiger Parkplatz, ein Haufen alter Steinbrocken, ein Bauzaun. In einem lichtgrauen Container sitzt ein Wachmann. Davor steht Anno August Jagdfeld, 79 Jahre alt, gerade Haltung und einst gefeierter Retter des Hotels Adlon in Berlin. Besuch hat sich angekündigt, um mit ihm über das zu sprechen, was an diesem Ort seit dem Sommer 1996 entstanden ist. Jagdfeld hatte damals versprochen, das von Zweitem Weltkrieg, sowjetischer Besatzung und DDR-Herrschaft heruntergewirtschaftete Seebad zu einem neuen Sylt zu machen.
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Verantwortliche Redakteurin für „Wohnen“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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