FAZ 12.09.2026
18:20 Uhr

(+) Nach den Anschlägen: Für jede Stromanlage muss es eine Reserve geben


Nach den Anschlägen: Wie kann das deutsche Stromnetz sicherer werden?

(+) Nach den Anschlägen: Für jede Stromanlage muss es eine Reserve geben

Die Sonne ging gerade unter, als es am Dienstag voriger Woche am Rand von Bergheim-Rheidt plötzlich mehrfach blitzte und knallte. Kurz darauf stiegen aus dem Umspannwerk des Netzbetreibers Amprion Rauchwolken in den Abendhimmel auf. In der Anlage war es durch gezielte Sabotage zum Erdschluss gekommen, also zu einer Verbindung mehrerer Hochspannungsleitungen mit dem Erdboden. Ein Zeuge hielt die dystopische Szene mit seinem Smartphone fest. Die Bilder werden wohl am Jahresende in keinem Rückblick fehlen, wenn es um die verstörende Sabotageserie geht, die Deutschland in der ersten Septemberwoche in Atem hielt. Bergheim-Rheidt steht für beides: Für die Stabilität des Stromnetzes, aber auch dafür, wie verwundbar es ist, weil es sich einfach attackieren lässt. Die Herausforderungen, die sich daraus ergeben, sind groß.

Ulrich Siegmund muss regieren, weil er so erfolgreich war. Aber er war nur erfolgreich, weil er kompromisslos auftrat. Um zu regieren, müsste er das ändern. In der Partei herrscht große Nervosität.

Merz will alles tun, um nach dem Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt das Grundgesetz durchzusetzen – und verweist auf die Bundestreue. Was meint er damit?

Die NPD wurde nicht verboten, weil sie zu unbedeutend war. Das ist ein starkes Argument dafür, die AfD vom Bundesverfassungsgericht prüfen zu lassen.

Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

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