Betroffene sprechen von „Crashs“: Nach einer Überanstrengung verschlechtern sich zahlreiche Symptome, neue kommen hinzu und halten lange an. Die Post-Exertionelle Malaise, kurz PEM, tritt oft zeitverzögert auf, ein oder zwei Tage nach der Belastung. Bei schwer Erkrankten kann sie bereits durch kleinste Geräusche oder geringste Bewegungen ausgelöst werden. PEM ist ein häufiges Symptom postinfektiöser Erkrankungen und das zentrale Merkmal der Multisystemerkrankung ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom), die viele Experten als schwerste Ausprägung von Long Covid bezeichnen. Während Betroffene über eine fehlende Anerkennung klagen, rätselt die Forschung über die Mechanismen. Der Jenaer Sportmediziner Christian Puta erklärt, warum die Hoffnung auf einen Trainingseffekt bei Erkrankten der falsche Ansatz ist.
