Mag sein, dass die Union, wie Friedrich Merz sagt, eine neue Erzählung braucht – Bayern braucht sie nicht. Der Zweiklang aus „Laptop und Lederhose“ funktioniert bis heute bestens. Das zeigt gerade wieder das Oktoberfest, wo Kosmopoliten, Zugereiste und Einheimische zusammenfinden, ohne dass die Politik daran einen nennenswerten Anteil hätte. Die Marke Bayern ist so stark, dass sie im Ausland für ganz Deutschland steht. Man sah das zuletzt beim „Heidifest“ im Hofbräuhaus, wo die Bergisch-Gladbacherin Heidi Klum ihre kurze Rückkehr aus Amerika nach Deutschland in einem grotesken Klischee-Bayern zelebrierte.
