FAZ 10.09.2026
20:57 Uhr

(+) Filmfestspiele Venedig: Wie politisch muss Kino sein?


Spät im Wettbewerb in Venedig ist ein Dokumentarfilm aus Israel zu sehen, der Israel vor sich selbst retten will. Darin kommen 24 Whistleblower aus der israelischen Armee anonym zu Wort.

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Die Machtverhältnisse in Gaza nach dem 7. Oktober 2023 bringt vielleicht ein anonymer Angehöriger der israelischen Streitkräfte am besten zum Ausdruck: „Wir fühlten uns ein wenig wie Gott.“ Nahe an der göttlichen Allmacht war vor allem das Vermögen, bei vielen Menschen das Privateste mitzuhören. Wenn ein Mann sich abends mit seiner Frau unterhielt, wenn ein Mädchen vor dem Fernseher saß, wenn jemand vor dem Einschlafen noch ein Gebet sprach, waren Spione in Israel über gehackte Telefone mit im Raum. Und im Hintergrund liefen Programme, oft mit künstlicher Intelligenz, die festlegten, auf welches Haus, in welche Etage, auf welches menschliche Ziel („target“) in dieser Nacht eine Bombe fallen sollte.

Im Industriehafen spukt es. In der neuen Folge des Krimis aus Passau zeigt Regisseur Daniel Rübesam die Grenzstadt von einer neuen Seite. Der Krimireihe tut das gut.

Das Romanische Café war im Berlin der Zwanzigerjahre ein bedeutender Treffpunkt von Künstlern aller Art. Christian Buckard erzählt die Geschichte des Ortes, an dem Albert Einstein und Alfred Döblin ein und aus gingen.

Fast Food und Softdrinks haben für Übergewicht gesorgt, jetzt verkauft Ozempic die Spritze dagegen. Aimee Donnellan erzählt die Geschichte hinter der Erfindung– und erklärt, warum sie neue Probleme schafft.

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