FAZ 21.07.2026
10:25 Uhr

(+) Ende der Kitazeit naht: „Gut vorbereitet ist, wer mit Stift, Pinsel, Schere und Klebstoff umgehen kann“


„Schulanmeldung – so geht’s“: Für den Vater einer Vierjährigen wirft die Broschüre, die er eines Morgens in der Kita in die Hand gedrückt bekommen hat, mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Vor allem größere.

(+) Ende der Kitazeit naht: „Gut vorbereitet ist, wer mit Stift, Pinsel, Schere und Klebstoff umgehen kann“

„Geht ja im nächsten Jahr los“, mit diesen Worten reichte mir der Erzieher meiner Tochter kürzlich bei der morgendlichen Übergabe eine Broschüre: „Schulanmeldung – so geht’s“. Ich stutze, das kann doch gar nicht sein – meine Tochter ist vier Jahre alt! Doch beim Verlassen der Kita dämmert mir langsam, dass es tatsächlich bald so weit sein könnte. Sie wird diesen Sommer fünf und in einem Jahr sechs – dann kommt sie in die Schule. Puh, auf dem Weg zur Arbeit muss ich mich erst mal an der Bushaltestelle hinsetzen. Es ist verrückt, wie schnell sie groß geworden ist. Das ist mir noch als Phrase meiner Eltern im Kopf, die mir immer albern erschien. Jetzt spüre ich zum ersten Mal am eigenen Leibe ihre Bedeutung. Gefühlt ist es erst ein Jahr her, dass Tilda laufen und sprechen gelernt hat. Und in einem Jahr soll sie zur Schule gehen?

Unsere Kolumnistin beobachtet im Urlaub Hotelgäste, die wie Super-Eltern wirken. Und fragt sich: Habe ich das fancy Ausmalbuch vielleicht auch mitgebracht, um damit anzugeben, wie gut sich meine Tochter allein beschäftigen kann?

Stefanie Rey wollte Tierärztin werden. Dann übernahm sie mit Mitte zwanzig das Betonwerk ihres Vaters. Und der Streit ging los.

Oft unterstützen Eltern eines der Kinder beim Kauf einer Immobilie. Beim anderen Kind soll das dann auf das Erbe angerechnet werden. Das ist in manchen Fällen nicht so einfach.