Heute Abend ist in Washington unter anderem ein Staatsbankett geplant, bei dem die beiden Staatschefs Ansprachen halten wollen. Nach Angaben eines hochrangigen Regierungsbeamten werden auch Repräsentanten von großen US-Technologie-Unternehmen zu dem Bankett erwartet, darunter Tesla-Chef Musk, Amazon-Gründer Bezos sowie Apple-Chef Cook. Es ist der erste Besuch von Xi und seiner Ehefrau Peng Liyuan in Washington seit mehr als einem Jahrzehnt. Die US-Regierung spricht von einem "Meilenstein in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern". Xi zeigte sich anschließend offen für eine Zusammenarbeit mit den USA. Staatsmedien zufolge rief er zu "Partnerschaft statt Rivalität" zwischen beiden Ländern auf.
Bei den politischen Gesprächen zwischen Xi und Trump dürfte es um die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie die Anspannungen zwischen China und Taiwan gehen. Thematisiert wird Beobachtern zufolge auch der Umgang mit Künstlicher Intelligenz angesichts alarmierender Meldungen aus der Branche.
Die US-Korrespondentin des Deutschlandfunks, Anne Raith, betonte, in ersten Gesprächen von Regierungsvertretern sei ein Dialog zu Sicherheitsfragen von KI bereits ausgelotet worden
. Für weitergehende Regulierungen fehlten allerdings Wille und Vertrauen beider Länder. Die USA und China seien wirtschaftlich und technologisch harte Konkurrenten, so Raith.
Ein weiteres Thema der Gespräche ist der Zoll- und Handelsstreit zwischen den USA und China. US-Finanzminister Bessent kündigte zu Beginn von Xis Besuch an, dass die Sonderzölle für Waren aus China bis Mitte Januar und damit für zwei weitere Monate ausgesetzt werden.
Diese Nachricht wurde am 24.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
