Dlf 10.04.2026
13:45 Uhr

Iran-Krieg - Entscheidende Fragen vor Verhandlungen in Islamabad offen - auch Teilnahme des Iran nicht sicher


Kurz vor den geplanten Verhandlungen in Pakistan über ein Ende des Iran-Krieges sind entscheidende Fragen ungeklärt. So steht nach wie vor im Raum, ob der Iran überhaupt an den Gesprächen mit den USA in der Hauptstadt Islamabad teilnimmt. Hintergrund sind die israelischen Angriffe auf Ziele im Libanon.

Iran-Krieg - Entscheidende Fragen vor Verhandlungen in Islamabad offen - auch Teilnahme des Iran nicht sicher
Das iranische Regime pocht nach Agenturberichten auf ein Ende der Angriffe vor möglichen Beratungen und fordert Garantien dafür, dass in Islamabad auch über den Libanon verhandelt wird. Zahlreiche weitere Punkte sind strittig zwischen den USA und dem Iran. Im einzelnen dürfte es unter anderem um das iranische Atom- und Raketenprogramm gehen, um die Kontrolle über die Straße von Hormus und um die internationalen Sanktionen gegen den Iran.

Wadephul appelliert an Iran

Deutschland und Spanien mahnten konstruktive Verhandlungen an. Bundesaußenminister Wadephul teilte im Onlinedienst X mit, er habe mit seinem iranischen Kollegen Araghtschi gesprochen und ihn aufgefordert, die mit den USA vereinbarte Waffenruhe einzuhalten. Neben konstruktiven Verhandlungen habe er an Teheran appelliert, eine sichere Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu ermöglichen. Auch der spanische Außenminister Albares berichtete von einem Austausch mit Araghtschi. Darin habe er den Iran aufgerufen, in gutem Glauben zu verhandeln und aufzuhören, Raketen und Drohnen abzufeuern.

Vorbereitungen in Islamabad

Derwel liefen in Islamabad umfassende Vorbereitungen an. Das Stadtzentrum wurde bereits abgeriegelt, über 10.000 Einsatzkräfte sollen die Sicherheit der Beratungen gewährleisten.

Weiterführende Informationen

Über die aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg halten wir Sie auch in einem Newsblog auf dem Laufenden.
Waffenruhe im Iran-Krieg: So ist die aktuelle Lage vor den Verhandlungen in Pakistan (Audio)
Diese Nachricht wurde am 10.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.