Wadephul sagte, der Konflikt im Sudan werde mit äußerster Brutalität geführt und habe die größte humanitäre Katastrophe der Gegenwart ausgelöst. Es sei ein gutes Zeichen, dass die Teilnehmer des Treffens in Berlin in einer Welt schrumpfender humanitärer Mittel diese Unterstützungszusagen abgegeben hätten. Der CDU-Politiker kündigte an, dass Deutschland 212 Millionen Euro beitragen werde. Er rief dazu auf, dass auch andere Akteure ihrer humanitären Verantwortung gerecht würden. Die vereinbarte Gesamtsumme liegt über den Zusagen aus dem vergangenen Jahr. Damals wurden 850 Millionen Euro versprochen.
Bundeskanzler Merz hatte die Lage im Sudan als größte humanitäre Krise der Gegenwart bezeichnet. Mehr als 20 Millionen Menschen seien von Hunger bedroht. Merz betonte, Deutschland unterstütze die Bemühungen um einen Waffenstillstand.
Millionen Menschen benötigen Hilfe
An der dritten internationalen Konferenz für den Sudan nahmen in Berlin Außenminister mehrerer Länder und zivile Akteure teil. Seit drei Jahren gibt es im Sudan Kämpfe zwischen der regulären Armee und paramilitärischen Kräften. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mehr als 33 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen.
Diese Nachricht wurde am 15.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
