Dlf 05.08.2026
12:51 Uhr

Flughafen Leipzig/Halle - Drohne in der Nähe eines ukrainischen Frachtflugzeugs gesichtet - NATO bestätigt Vorfall


Am Flughafen Leipzig/Halle ist in der Nacht in der Nähe eines ukrainischen Frachtflugzeugs eine Drohne sichergestellt worden. An dem Flugkörper war nach übereinstimmenden Berichten ein Zünder angebracht. Entdeckt wurde die Drohne in der Nähe einer Antonow-Transportmaschine.

Flughafen Leipzig/Halle - Drohne in der Nähe eines ukrainischen Frachtflugzeugs gesichtet - NATO bestätigt Vorfall
Auch die NATO, für die solche Flugzeuge von Leipzig aus im Einsatz sind, bestätigte den Vorfall. Nach Medienberichten waren an der Drohne ein Zünder und eine unbekannte Masse angebracht, bei der es sich möglicherweise um Sprengstoff handelt. Die Polizei sprach von einem "sicherheitsrelevanten Vorfall", bei dem auch ein Sprengstoffroboter eingesetzt worden sei. Der Betrieb am Flughafen wurde vorübergehend eingestellt, mehrere Maschinen wurden umgeleitet. Die Landes- und die Bundespolizei ermitteln.

Weiterer Zwischenfall bestätigt

Später kam es offenbar zu einem weitern Zwischenfall. In der Nähe des Leipziger Flughafens kollidierte eine Maschine mit einem bislang unbekannten Objekt. Das Flugzeug konnte wegen des Funds der Drohne nicht in Leipzig/Halle landen und musste durchstarten, wie ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte. Dann sei es "anscheinend mit etwas kollidiert" und habe anschließend in Hannover landen können.

Gewerkschaft sieht Polizei gut gerüstet

Die Gewerkschaft der Polizei hat nach dem Zwischenfall die Abläufe in der Zusammenarbeit der Behörden begrüßt und die gute technische Ausstattung der Bundespolizei hervorgehoben. Die Vorkommnisse hätten gezeigt, dass sich die hochmoderne Ausrüstung auszahle und die Alarmsysteme gut funktioniert hätten, sagte der GdP-Chef für die Bundespolizei, Roßkopf, der "Rheinischen Post". Die Bundespolizei sei an den deutschen Flughäfen mittlerweile gut dafür ausgestattet, um die Flugbewegungen von Drohnen zu beobachten und Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Diese Nachricht wurde am 05.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.