Dlf 02.09.2026
14:28 Uhr

Frühkindliche Bildung - Personelle Lage bringt Kitas nach wie vor ans Limit


Trotz zurückgehender Kinderzahlen sehen sich viele Kitas laut dem Paritätischen Gesamtverband am Limit.

Frühkindliche Bildung - Personelle Lage bringt Kitas nach wie vor ans Limit
Projektionen und Fiktionen: Der Moskauer Kreml und die Basilius-Kathedrale in Moskau.
Alexander Nemenov/AFP
Wie aus dessen neuem Kita-Bericht hervorgeht, fehlen 107.000 pädagogische Beschäftigte, obwohl bundesweit mehr als 550.000 Kita-Plätze derzeit ungenutzt sind. Wo weniger Kinder kämen, schrumpfe die Zahl der Beschäftigten, erklärte der Sozialverband. In Sachsen etwa gingen in jeder zweiten Einrichtung mehr Fachkräfte, als neue hinzukämen. Rund 65 Prozent der Fachkräfte gaben demnach an, dass sie mit dem vorhandenen Personalschlüssel den Bedürfnissen der Kinder nicht gerecht werden könnten. Jede zweite Kita musste zuletzt die Betreuung zeitweise einschränken. Neun von zehn Einrichtungen berichten von starker psychischer Beanspruchung des Personals. In vielen Kitas sei binnen eines Jahres mindestens eine Fachkraft aus psychischen Gründen gegangen.
Für den Kita-Bericht wurden nach Angaben des Paritätischen vom 12. Mai bis 20. Juni 2025 insgesamt 3.276 Personen in ebenso vielen unterschiedlichen Kitas im gesamten Bundesgebiet befragt.
Das Bundeskabinett brachte unterdessen ein neues Kitagesetz auf den Weg. Es soll Kitas in schwierigen Lagen unterstützen. So soll künftig mit Sprachtests überprüft werden, wann Kinder bestimmte Frühförderungen benötigen.
Diese Nachricht wurde am 02.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.