Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerk, Dittrich, sagte der dpa, man steuere auf das vierte Jahr in Folge mit steigenden Neuvertragszahlen zu. Zwischen Januar und Juni 2026 seien knapp 68.000 Ausbildungsverträge geschlossen worden - rund fünf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Einen so hohen Juni-Wert habe man im Handwerk zuletzt 2018 gehabt.
Dittrich nannte mehrere Begründungen für die Entwicklung. Junge Menschen erkennten angesichts Künstlicher Intelligenz, dass Handwerk im Hinblick auf sichere Jobs eine echte Alternative biete. Verdienst- und Karrieremöglichkeiten hätten sich verbessert. Zudem profitierten viele Betriebe von der schwächelnden Industrie, wo die Zahl der Ausbildungsplätze zum Teil deutlich verringert worden sei. Dittrich drängte darauf, die Bedeutung des Handwerks entsprechend zu würdigen. Die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung müsse endlich gesetzlich verankert werden.
Diese Nachricht wurde am 19.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
