Trump und Rodríguez erklärten nicht, über welchen Zeitraum sich die genannten Summen erstreckten. Trump fügte hinzu, durch das Abkommen würden sich die Ölreserven seines Landes mehr als verdoppeln.
Vor der Einigung hatten die US-Medien Bloomberg und Axios berichtet, es sei über ein Abkommen verhandelt worden, dass die Verpachtung von einem Dutzend Ölfeldern für den Zeitraum von einem Jahrhundert vorsehe.
Der US-Präsident steht innenpolitisch unter Druck, weil der Iran-Krieg die Benzinpreise auch in den USA in die Höhe treibt. Venezuela verfügt über die größten nachgewiesenen Erdölvorkommen der Welt. Es handelt sich dabei vor allem um Schweröl, das nur mit spezieller Technik gefördert und raffiniert werden kann.
Öffnung unter Druck
Rodríguez' Vorgänger Maduro war Anfang Januar im Zuge einer US-Militäroperation gefangen genommen und in eine Haftanstalt nach New York gebracht worden. Dort soll ihm ein Prozess gemacht werden, die Anklage lautet unter anderem auf "Drogenterrorismus". Seine frühere Stellvertreterin Rodríguez wurde daraufhin zur Übergangs-Staatschefin des südamerikanischen Landes und hat sich seit ihrer Amtsübernahme für eine Öffnung Venezuelas für ausländische Investitionen auch im Energiesektor ausgesprochen.
Zuvor hatte die Trump-Regierung Druck auf Caracas ausgeübt, den USA Zugang zu den venezolanischen Vorkommen des fossilen Energieträgers zu gewähren. Zugleich drängte Washington amerikanische Unternehmen, in Venezuela zu investieren. Die Konzerne zeigten sich jedoch zunächst zurückhaltend. Hintergrund war die verfallene Infrastruktur des sozialistischen Landes und und frühere Enteignungen ausländischer Investoren.
Diese Nachricht wurde am 29.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
